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06.03.2019

Stadt und Land im Fluss: WaSiG-Abschluss in Münster

Die Stadt als hydrologisches System betrachten: Die diesjährigen Wassertage in Münster widmeten sich dem Themenfeld „Wasser im Siedlungsraum“ mit Schwerpunkten aus Siedlungswasserwirtschaft, Wasserwirtschaft, Wasserbau, Limnologie sowie Stadt- und Freiraumplanung. Die Veranstaltung fand am 26. und 27. Februar 2019 am Leonardo-Campus der FH Münster statt. Die Wassertage waren in diesem Jahr zugleich auch die Abschlussveranstaltung des ReWaM-Projekts WaSiG.

Wassertage Münster 2019

Regenwasser in Städten nachhaltig nutzen

Wenn Regentropfen fallen, ist eines klar – es wird nass! Aber was geschieht eigentlich mit dem Niederschlagswasser, das über Siedlungsbereichen niedergeht? Ziel des interdisziplinären Verbundprojekts WaSiG ist es, Kommunen und Planungsbüros effiziente Planungsinstrumente zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Niederschlag bereitzustellen. In Münster präsentierten die beteiligten Wissenschaftler und Praktiker die Erkenntnisse der rund dreieinhalbjährigen Forschungstätigkeit: Vorgestellt wurde unter anderem ein bundesweit einsetzbares Verfahren, das Stadtplaner dabei unterstützt die Veränderungen des natürlichen Wasserhaushalts durch Siedlungstätigkeit so gering wie möglich zu halten. Gezeigt wurden außerdem die Ergebnisse einer Umfrage in ausgewählten Quartieren in den Pilotgebieten Münster, Hannover und Freiburg. Ziel der Befragung war es, die Gewohnheiten und den Wissensstand der Bevölkerung zum Umgang mit Regenwasser zu erfassen. Zentrale Fragen dabei waren, inwiefern die Anwohner die Funktionen von Regenwasser für das Stadtklima und das Ökosystem kennen und welche Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen bekannt sind.

„ReWaM-Klassentreffen“ in Münster

Neben WaSiG präsentierten auch andere Projekte aus ReWaM ihre Ergebnisse bei den Wassertagen in Münster. Insgesamt war die BMBF-Fördermaßnahme mit sieben Vorträgen an der Fachkonferenz vertreten. Neben WaSiG stellten die Projekte In_StröHmunG, KOGGE, NiddaMan, MUTReWa und StucK ausgewählte Erkenntnisse zum Tehmenkomplex „Wasser in der Stadt“ vor. Darüberhinaus präsentierten die Projekte Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit in Form von Postern. Zentraler Anlaufpunkt für Fachgespräche war der Stand des Vernetzungs- und Transfervorhabens ReWaMnet, das übergreifende Informationen bereithielt.

WaSiG ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM). ReWaM ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

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25.02.2019

ReWaM-Newsletter 01/2019 ist erschienen

Das ReWaMnet-Team meldet sich mit der ersten Newsletter-Ausgabe in 2019 zurück. Ein „Winterschlaf“ war den Verbundprojekten nicht vergönnt: RESI und FLUSSHYGIENE haben die trübe Jahreszeit genutzt und ihre Forschungsergebnisse in Form von Handbüchern und Leitfäden veröffentlicht. Zu den bootsgestützten Messsystemen der Projekte RiverView, BOOT-Monitoring und HyMoBioStrategie sind nun Fact sheets verfügbar.

Newsletter_Wasser ReWaM Abonnieren

Ein besonderes Highlight im Februar war die Publikation des Deutschen Städte- und Gemeindebundes mit ausgewählten ReWaM-Ergebnisse zum Thema „Wasser in der Stadt“. Auch in den verbleibenden vier Monaten des Transfer- und Vernetzungsprojekts bleibt es spannend: Nach den Wassertagen Münster, ist ReWaMnet auf dem Tag der Hydrologie präsent und organisiert im April einen zweiten Anwenderworkshop.

Der vollständige Newsletter ist unter folgendem Link verfügbar.

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25.02.2019

Wasser in der Stadt: DStGB veröffentlicht ReWaM-Erkenntnisse

Der Deutsche Städte- und Gemeindebung (DStGB) veröffentlicht gemeinsam mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde ein Heft zum Thema “Wasser in der Stadt”. Darin stellen sieben ReWaM-Verbundprojekte in elf Praxisbeispielen Planungsinstrumente, Managementsysteme und Entwicklungskonzepte für Verantwortliche in Städten und Gemeinden vor. Das Heft zeigt anhand ausgewählter Beispiele Lösungsansätze für neue Herausforderungen in der kommunalen Wasserwirtschaft auf.

Die DStGB Dokumentation kann kostenfrei unter folgendem Link heruntergeladen werden.

Titelseite DStGB-Doku mit Rahmen

Titelseite der DStGB-Dokumentation N° 149 mit Ergebnissen aus ReWaM

In der DStGB-Dokumentation zu ReWaM werden aktuelle Entwicklungen und Lösungsansätze rund um die stetig wachsenden Ansprüche an die kommunale Wasserwirtschaft aufgezeigt. Sowohl die Wasserversorgung als auch die Abwasserbeseitigung sind in Deutschland Kernaufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge und überwiegend in der Zuständigkeit der Kommunen. Diese stehen vor zahlreichen neuen Herausforderungen: Investitionen in die Wasser- und Abwasserinfrastruktur, neue gesetzliche Vorgaben im Wasserrecht sowie der demografische Wandel.

Die in dem Heft vorgestellten Ergebnisse stammen aus ausgewählten ReWaM-Forschungsprojekten. Anhand konkreter Praxisbeispiele stellen die Projekte Ergebnisse für das städtische Wassermanagement vor. Die erarbeiteten Planungsinsttrumente, Risikomanagementsysteme und Entwicklungskonzepte sollen die alltägliche Arbeit der wasserwirtschaftlichen Praxis unterstützen.

Überblick zu den Beiträgen:

  • PROGEMIS© – Gewässermanagement effizient, nachhaltig, transparent (Projekt In_StröHmunG)
  • Integrale Hochwasserrisikoanalyse für die Hansestadt Rostock (Projekt KOGGE)
  • Regenwasserbewirtschaftung: Verwaltungs- und Betriebspraxis (WaSiG)
  • Verbesserung der kurzfristigen und kleinräumigen Niederschlagsvorhersage (Projekt StucK)
  • Ökologisches Hochwasserschutzkonzept (Projekt StucK)
  • Flussbadegewässer: Frühwarnsysteme (Projekt FLUSSHYGIENE)
  • Habitatmodellierung als Werkzeug in der Renaturierungsplanung (Projekt In_StröHmunG)
  • Wechselwirkungen stofflicher Belastungen mit Lebewesen in Fließgewässern (Projekt NiddaMan)
  • Entwicklung eines bioindikativen Bewertungsverfahrens für kleine, urbane Gewässer (Projekt KOGGE)
  • Simulationsmodelle zur Regenwasserbewirtschaftung (Projekt WaSiG)
  • Regenwasserversickerung: Webmodell zum Biozidaustrag (Projekt MUTReWa)
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18.02.2019

Anwenderworkshop geht in Dresden in die zweite Runde

Eine der Herausforderungen bei der Bewirtschaftung von Gewässern ist die Vielzahl unterschiedlicher Zuständigkeiten und betroffener Akteure. Integrative Instrumente unterstützen bei der Umsetzung von Wasserrahmen- und Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie: Sie erlauben vorhandene Daten zu verwalten, fehlende Daten zu erheben und wasserwirtschaftliche Vorgaben mit weiteren Richtlinien in Einklang zu bringen. Drei solcher Instrumente wurden in der BMBF-Fördermaßnahme ReWaM entwickelt und werden nun im Rahmen eines Anwenderworkshops am 5. April 2019 in der Sächsischen Aufbaubank in Dresden vorgestellt. Der Workshop wird von dem Vernetzungs- und Transfervorhaben ReWaMnet an der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) des Freistaats Sachsen organisiert und durchgeführt.

Der Workshop gibt Verantwortlichen aus Städten und Gemeinden Gelegenheit, neue Instrumente für die Gewässerbewirtschaftung kennenzulernen. Zudem besteht die Möglichkeit, mit den Entwicklern vor Ort ins Gespräch zu kommen und über potentielle Nutzungsfelder und den Mehrwert der Instrumente für den alltäglichen bzw. geplanten Einsatz zu diskutieren.

Zur Unterstützung des Ergebnistransfers aus ReWaM in die Praxis fand am 29. November 2018 in Erfurt bereits ein erster Workshop für mögliche Anwender statt (Link).

Titelbild_Einladung AnwenderworkshopUm welche Instrumente geht es konkret?

  • das Softwaretool PROGEMIS©, das Kommunen, Verbände und weitere Aufgabenträgern bei der effizienten Priorisierung, Planung und Dokumentation von Maßnahmen zur Gewässerunterhaltung und -entwicklung unterstützt, so dass Wasserrahmenrichtlinie und Hochwasser-Risikomanagement-Richtlinie gemeinsam, transparent und in Synergie umgesetzt werden können
  • das RESI-Handbuch, das es erlaubt, sektorübergreifend eine breite Spanne von Ökosystemleistungen, die durch eine naturnähere Gewässerentwicklung erbracht werden, in den Blick zu nehmen. Die Erfassung und Kommunikation von Handlungsalternativen im Planungsprozess und deren Nutzen, der aus Maßnahmen am Gewässer resultiert, kann dazu beitragen, Kooperationen z. B. zum Thema Flächennutzung durch eine umfassende und frühzeitige Kommunikation anzubahnen.
  • der Messkatamaran „RiverBoat“, der eine räumlich und zeitlich hochaufgelöste, kontinuierliche sowie geo-referenzierte Erfassung verschiedener Daten des Gewässers und Gewässerumfelds inclusive der dazugehörigen Datenaufbereitung bereitstellt.

Alle Instrumente wurden im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland (ReWaM)“, in Kooperation mit potentiellen AnwenderInnen, entwickelt.

Weiterführende Informationen:

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12.02.2019

Tag der Hydrologie 2019: ReWaM ist mit drei Vorträgen dabei

Der diesjährige Tag der Hydrologie (TdH) findet am 28. und 29. März 2019 am KIT in Karlsruhe stat. Schwerpunkt ist das Themenfeld Information und Organisation in der hydrologischen Forschung und Praxis. Wie bereits in den Jahren zuvor beteiligen sich auch in 2019 wieder Projekte aus ReWaM und stellen die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit vor. Neben drei Fachvorträgen können sich die Teilnehmer zudem zentral am Stand der Bundesanstalt für Gewässerkunde über die BMBF-Fördermaßnahme informieren.

Logo TdH 2019

Logo des TdH 2019

Die ReWaM-Vorträge im Überblick:

  • MUTReWa: Jens Lange, Oliver Olsson: Was können wir von nicht-konservativen hydrologischen Tracern lernen?
  • BOOT-Monitoring: Stefanie Wiek, Björn Helm, Pierre Karrasch, Sebastian Hunger, Karin Kuhn, Lars Bernard, Peter Krebs: Bootsgestütztes, längskontinuierliches Monitoring der Durchmischungscharakteristik an einem Zusammenfluss zweier Mittelgebirgsflüsse und die Datenhaltung von zeit- und ortsveränderlichen Messgrößen.
  • StucK: Alrun Jasper-Tönnies, Thomas Einfalt: Mit Radardaten und Vorhersageensembles besser vor Starkregen warnen – Beispiel Hamburg.
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