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16.01.2019

RESI-Handbuch veröffentlicht: Umweltleistungen sichtbar machen

Intakte Flüsse und Seen sowie saubere Gewässer erfüllen vielfältige Funktionen und sind von großem gesellschaftlichem Nutzen. Bislang konnten Leistungen, die Gewässer für den Menschen erbringen, nur schwer erfasst werden. Im ReWaM-Projekt RESI entwickelte ein breit aufgestelltes Konsortium unter Federführung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) einen Index, mit dem sich Leistungen von Flusslandschaften übersichtlich abbilden lassen. Die Erkenntnisse der dreijährigen Forschungstätigkeit wurden in einem Anwendungshandbuch zusammengefasst.

Das Dokument kann kostenlos unter folgendem Link heruntergeladen werden.

Titelseite_RESI-AnwenderhandbuchMit dem Index lassen sich erstmals die Auswirkungen von Bau- und Bewirtschaftungsmaßnahmen fachübergreifend zusammenfassen. Mit dem River Ecosystem Service Index (RESI) können die Planungsprozesse der vielen am Hochwasser- und Gewässerschutz beteiligten Behörden effizienter gestaltet werden. Die Transparenz des Verfahrens erleichtert daneben auch Bürgerbeteiligungen und die Mitsprache von Umweltverbänden.

Getestet und angewendet wurde der RESI bereits in Zusammenarbeit mit Umweltbehörden mehrerer Regionen, zum Beispiel um den Hochwasserschutz an einem Abschnitt der Donau zu optimieren. Prinzipiell kann der Index in allen Flusslandschaften Deutschlands eingesetzt werden, und dort Raumplanungen, die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, Hochwasserschutzprogramme und Gewässerrenaturierungen erleichtern. Der RESI schafft dabei erstmals eine gemeinsame Bewertungsgrundlage für Akteure aus ganz verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und mit unterschiedlichen Interessen.

Das Projekt RESI ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM). ReWaM ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

 

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15.01.2019

Eintauchen in virtuelle Welten: Das RiverBoat auf der IWASA 2019

Eintauchen in virtuelle Welten: Am Stand des ReWaM-Projekts RiverView hatten rund 400 BesucherInnen des 49. internationalen Wasserbau-Symposium Aachen (IWASA) die Gelegenheit eine digitale Flusswanderung zu unternehmen. Über eine VR-Brille wurden 360°-Aufnahmen eines Fließgewässerabschnitts als Rundumbild dargestellt und ermöglichten so ein virtuelles Gewässererlebnis. Ein vereinfachtes Beispiel eines solchen Rundumbilds ist hier hinterlegt.

Das IWASA fand vom 10. bis 11. Januar 2019 im Technologiezentrum in Aachen unter dem Motto “Naturnahe Gewässerentwicklung – Beiträge aus Praxis und Forschung” statt. Passend zum Veranstaltungsmotto präsentierte RiverView neben der VR-Brille das RiverBoat – ein Messsystem für eine ganzheitliche, georeferenzierte Erhebung gewässermorphologischer und hydraulischer Daten sowie Gewässergütedaten für Oberflächengewässer. Die teilnehmenden IngenieurInnen und NaturwissenschaftlerInnen zeigten großes Interesse an dem Messkatamaran. Nicht zuletzt, da der Messkatamaran das bislang verfügbare Angebot bootsgestützter Messsysteme um ein System erweitert, das im Gewässerlängsschnitt arbeitet. Ein weiterer “Hingucker” waren dreidimensionale Fließgewässerabschnitte aus dem 3D-Drucker, die anhand erhobener Daten des RiverBoats bei Befahrungen erstellt werden können.

Weiterführende Informationen:

Das Projekt RiverView ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM). ReWaM ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

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21.12.2018

Eröffnung neuer Flussbadestellen: Praxisleitfaden veröffentlicht

Der nächste Sommer kommt bestimmt. Damit Bürgerinnen und Bürger in Zukunft hoffentlich noch häufiger auch an Flussbadestellen baden können, veröffentlicht das ReWaM-Projekt FLUSSHYGIENE einen Praxisleitfaden am Beispiel der Berliner Vorstadtspree und ein Merkblatt zur Eröffnung neuer Badestellen.

Ein blauer See auf dem zwei Schwäne schwimmen. Am Ufer sind zwei große Boote festgemacht. Das Ufer ist durch eine Mauer leicht erhöht und besteht aus grünem, kurzgeschnittenem Gras. Darauf liegen und sitzen Menschen in verschiedenfarbiger Badekleidung.

© Wolfgang Seis, Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH

Hygienische Risiken
In Deutschland gibt es aktuell nur wenige Badegewässer an Flüssen. Dies liegt daran, dass die meisten Flüsse keine durchgehend hygienisch unbedenkliche Wasserqualität besitzen und sich Flüsse an vielen Stellen aufgrund anderer Risiken wie Schifffahrt oder Strömungen nicht zum Baden eignen. Insbesondere bei Starkregen werden Flüsse durch Mischwasserüberläufe, Regenwassereinleitungen sowie Abschwemmungen aus landwirtschaftlichen Flächen mit fäkalen Verunreinigungen belastet. Zum Schutz der Badenden sind bei Flussbadegewässern daher zusätzliche Managementmaßnahmen notwendig.

Drei Jahre Forschung in zwei Dokumenten zusammengefasst
In den vergangnen dreieinhalb Jahren forschte in dem Verbundprojekt FLUSSHYGIENE eine Konsortium aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis an der Entwicklung von Methoden, um kurzzeitige Verschmutzungsereignisse an Badegewässern vorherzusagen. Zudem wurde an der langfristigen, immissionsseitigen Bewertung von Bewirtschaftungsmaßnahmen der Stadtenwässerung und Abwasserreinigung bezüglich der hygienischen Wasserqualität gearbeitet.

Der nun veröffentlichte Leitfaden und das Merkblatt fassen die Erkenntnisse und Ergebnisse für die Wasserpraxis zusammen. Die beiden Dokumente sind Arbeitshilfen für eine möglichst reibungsarme Initiierung und Eröffnung neuer Flussbadestellen. Sie richten sich insbesondere an Initiatoren, zukünftigen Betreibern sowie anderen beteiligten Akteuren und liefert er einen Überblick über die wichtigsten Ablaufschritte, Anforderungen und Ansprechpartner für Entwicklung und Betrieb einer neuen Flussbadestelle. Der Leitfaden ist beispielhaft an der Berliner Vorstadtspree entwickelt worden, bietet aber Orientierungshilfen für die Eröffnung von Flussbadestellen auch in anderen Bundesländern.

Das vom Kompetenzzentrum Wasser Berlin koordinierte Vorhaben FLUSSHYGIENE ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz (ReWaM)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“. Am Vorhaben sind insgesamt zehn Verbundpartner aus Abwasserentsorgungsbetrieben, Forschungseinrichtungen, Universitäten, Verbänden und Behörden beteiligt.

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18.12.2018

ReWaM-Newsletter 05/2018 ist erschienen

Die fünfte und damit letzte Ausgabe des ReWaM-Newsletters für dieses Jahr ist erschienen und online verfügbar!

ReWaM-Newsletter

Zu den Höhepunkten des zurückliegenden ReWaM-Jahres gehört definitiv die ReWaM-Abschlusskonferenz in Berlin. Aber auch die vergangenen Monate hielten einige Highlights parat: In Erfurt hatten Wasserpraktiker die Gelegenheit bei einem Workshop, drei in ReWaM entwickelte Instrumente für die Gewässerbewirtschaftung kennenzulernen. Das Fachmagazin „Hydrologie und Wasserbewirtschaftung (HyWa)“ widmete der Fördermaßnahme mit der Dezemberausgabe ein Themenheft in dem in sieben Beiträgen ausgewählte wissenschaftliche Erkenntnisse der dreieinhaljährigen Forschungstätigkeit vorgestellt werden. Das Projekt FLUSSHYGIENE lässt den Traum vom Baden in der Spree Wirklichkeit werden und präsentierte bei der Abschlussveranstaltung Werkzeuge, um Badestellen an Flüssen einzurichten. Wir freuen uns auf das neue Jahr, in dem das Vernetzungs- und Transfervorhaben ReWaMnet für weitere sechs Monate den Transfer von ReWaM-Ergebnissen in Praxis und Politik unterstützt.

Der vollständige Newsletter ist unter folgendem Link verfügbar.

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18.12.2018

Anwenderworkshop: Neue Instrumente für die integrierte Gewässerbewirtschaftung

Neben neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen entstanden in ReWaM eine Vielzahl konkreter Werkzeuge für die wasserwirtschaftliche Praxis. Drei dieser Instrumente wurden im Rahmen eines Anwenderworkshops am 29. November 2018 in Erfurt im Haus der Kommunalen Dienstleistungs-Gesellschaft Thüringen vorgestellt. Die Wahl des Veranstaltungsortes fiel mit gutem Grund auf die Stadt Erfurt: In Thüringen steht mit der Vorbereitung der flächendeckenden Gründung von Gewässerunterhaltungsverbänden eine tiefgreifende Änderung der Gewässerunterhaltungsstruktur unmittelbar bevor. Ziel des Workshops war es, die relevanten Akteure der Umstrukturierung frühzeitig über innovative Ansätze der Gewässerbewirtschaftung zu informieren und mit den ReWaM-Projekten zu vernetzen. Der Einladung des Vernetzungs- und Transfervorhabens ReWaMnet folgten 15 VertreterInnen aus Städten, Kommunen, Landesgesellschaften sowie Wasserverbänden.

Neue Instrumente für die Wasserpraxis

Der Workshop begann mit drei kurzen Vorträgen, um den TeilnehmerInnen ein Verständnis für die Funktionsweise der Instrumente zu ermöglichen. Im Anschluss folgten Diskussionen in Kleingruppen mit jeweils fünf bis sechs Personen zu einem der vorgestellten Produkte. In den Gesprächen ging es unter anderem darum konkrete Anwendungsmöglichkeiten für die thüringischen Gewässerverhältnisse und die entsprechenden fachlichen Fragestellungen herauszuarbeiten.

Vorgestellt wurden folgende ReWaM-Instrumente:

  • die web-basierte Gewässer-Managementsoftware ProGemis (Projekt In_StröHmunG),
  • das Handbuch zum River Ecosystem Service Index zur Operationalisierung des Konzepts Ökosystemleistung (Projekt RESI)
  • das integrierte Messsystem RiverBoat (Projekt RiverView)

 

 

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