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07.11.2018

Forschung für saubere Badegewässer: Abschlussveranstaltung FLUSSHYGIENE

Am 26. November 2018 findet in der Neuen Mälzerei in Berlin die Abschlussveranstaltung des ReWaM-Projekt FLUSSHYGIENE statt. In den vergangenen drei Jahren wurden in dem Projekt Instrumente entwickelt, mit denen sich kurzzeitig auftretende hygienische Verschmutzungen und deren Ausbreitung in Flüssen tatsächlich prognostizieren lassen.

Foto: Bundesanstalt für Gewässerkunde

Foto: Bundesanstalt für Gewässerkunde

Diese Instrumente sollen zuständigen Überwachungsbehörden zur Verfügung gestellt werden. Hintergrund ist die hygienische Belastung von Fließgewässern. Die Wasserqualität schwankt in den meisten Flüssen so stark, dass gesundheitliche Risiken beim Baden bislang nur schwer einzuschätzen war. Diese Lücke schließt das Projektkonsortium mit neuen Prognose-Werkzeugen. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Teilnehmer*innenzahl ist jedoch begrenzt. Die Veranstalter bitten um Anmeldung bis zum 21.11.2018.

Weitere Informationen:

Das vom Kompetenzzentrum Wasser Berlin koordinierte Vorhaben FLUSSHYGIENE ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz (ReWaM)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“. Am Vorhaben sind insgesamt zehn Verbundpartner aus Abwasserentsorgungsbetrieben, Forschungseinrichtungen, Universitäten, Verbänden und Behörden beteiligt.

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25.10.2018

ReWaM-Newsletter 04/2018 ist erschienen

Die vierte Ausgabe des ReWaM-Newsletters in diesem Jahr ist online verfügbar!

ReWaM-Newsletter

An einigen Pegeln des Rheins ist der Wasserstand unter die niedrigsten Werte gefallen, die jemals gemessen wurden. Die anhaltende Trockenheit stellt die Schifffahrt vor besondere Herausforderungen, es gibt aber auch Profiteure: an vielen Gewässern kommt es z. B. zu einer unerwünschten Massenentwicklung von Cyanobakterien. Die vorherrschende Niedrigwassersituation zeigt, dass die wasserwirtschaftliche Praxis zukünftig noch stärker auf möglichst treffende Zukunftsperspektiven sowie anpassungsfähige Konzepte für die Bewirtschaftung der Gewässer angewiesen ist.

Dementsprechend groß war das Interesse der Fachöffentlichkeit an den ReWaM-Veranstaltungen, die in den vergangenen Monaten stattfanden. Gleich sechs Projekte stellten die Forschungsarbeit sowie die gewonnen Erkenntnisse der vergangenen drei Jahre vor. Im vorliegenden Newsletter finden Sie jeweils einen kurzen Veranstaltungsrückblick mit ausgewählten Kernbotschaften.

Der vollständige Newsletter ist unter folgendem Link verfügbar.

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18.10.2018

Forschung für intakte Seeufer: HyMoBioStrategie präsentiert Ergebnisse

Strand gut, alles gut? Am 17. Oktober stellte das ReWaM-Verbundprojekt HyMoBioStrategie die Ergebnissse der knapp dreieinhalbjährigen Forschungstätigkeit vor. Ziel des Projekts war es, mit einem interdisziplinären Ansatz die komplexen Prozesszusammenhänge zwischen einer veränderten Uferstruktur von Seen und den Auswirkungen auf die Unterwasservegetation, auf in der Flachwasserzone lebende Tiere und den Feststofftransport zu untersuchen sowie Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Der Einladung des Projektkonsortiums folgten mehr als 60 VertreterInnen aus Wissenschaft, Politik und wasserwirtschaftlicher Praxis. Veranstaltungsort war das Kloster Hegne am Bodensee.

Abschluss HyMoBioStrategie_Plenum

Die Abschlussveranstaltung fand im Saal Pirmin des Klosters Hegne statt.

Innovationen und Empfehlungen für die Praxis

Nach einem Grußwort durch den Ministerialdirektor Helmfried Meinel, folgte eine Keynote zum Thema Seeufer und Revitalisierung in der Schweiz. Im Anschluss stellte der Projektleiter, Dr. Hilmar Hofmann, Hintergrund und Ziele von HyMoBioStrategie vor. In den Fachvorträgen wurden unter anderem ein entwickeltes Prognose-Tools für die Planung zukünftiger Maßnahmen in der Uferzone präsentiert, ebenso wie ein autonomes, universell einsetzbares Messsystems mit dem Namen „Hydrocrawler“. Im Rahmen der Veranstaltung wurde ein Fact sheet mit Details zum HydroCrawler veröffentlicht. Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz lag auf neuen Methoden zur Charakterisierung und Quantifizierung des Feststofftransportes in der Flachwasserzone von Seen. Außerdem stellten die ProjektvertreterInnen die Weiterentwicklung von Monitoringstandards zum Schutz von Unterwasserdenkmälern (UNESCO) und verbesserte Beurteilungsverfahren anhand der beiden biotischen Indikatoren Makrophyten und Makrozoobenthos vor. Am Ende der eintägigen Veranstaltung diskutierten die Teilnehmer notwendige Schritte, um das erarbeitete Wissen in der Praxis anzuwenden sowie den weiteren Forschungsbedarf zum Schutz der Uferzonen in Seen.

Ein Abschlussbericht ist in Arbeit
In den kommenden Wochen soll ein 80-seitiger Abschlusbericht des Projekts mit konkreten Handlungsempfehlungen erscheinen. Neben Ankerverboten an bestimmten Standorten, beschreiben die WissenschaftlerInnen in dem Papier außerdem veränderte An- und Ablegemanöver von Schiffen und die Einrichtung weiterer Schutzzonen im Bodensee. Die digitale Fassung des Berichts wird dann sowohl auf der Projekthomepage sowie der ReWaM-Homepage zum Download zur Verfügung stehen.

Die Projektergebnisse sind von erheblicher Bedeutung für die Bewertung von hydromorphologischen Veränderungen an Seeufern im Sinne der EG-Wasserrahmenrichtlinie sowie für die Entwicklung uferbezogener Maßnahmen an größeren Seen. Ist der „Strand“ gut, ist damit zwar im Gewässer noch lange nicht alles gut. Aber die Lösungen aus HyMoBioStrategie haben das Potenzial einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der biozönotischen Struktur in Seen zu leisten.

Kernbotschaften aus HyMoBioStrategie:

  • Entwicklung eines Sedimenttransportmodells als Prognose-Tool für die Planung zukünftiger Maßnahmen in der Uferzone und deren Auswirkungen auf die Hydro- und Morphodynamik in der Flachwasserzone von Seen
  • Neue Methoden zur Charakterisierung und Quantifizierung des Feststofftransports in der Flachwasserzone von Seen sind etabliert und stehen zur Verfügung.
  • Entwicklung des universell einsetzbaren, autonomen Messsystems Hydrocrawler, z. B. zur hochauflösenden, flächendeckenden Vermessung der Seebodentopographie und Sedimentstratigraphie.
  • Verbesserung der Beurteilungsverfahren des ökologischen Zustands von Seenufern gemäß der WRRL anhand der beiden biotischen Indikatoren Makrophyten und Makrozoobenthos.
  • Weiterentwicklung der Qualitäts- und Monitoringstandards im Zuge von Seeuferrenaturierungen basierend auf dem Renaturierungsleitfaden der Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB)
  • Handlungsempfehlungen zum nachhaltigen Management von Flachwasserzonen in Seen unter Berücksichtigung der vorhandenen intensiven Nutzungsansprüche und Nachhaltigkeitskonflikte

HyMoBioStrategie ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM). ReWaM ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

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09.10.2018

11. Rostocker Abwassertagung: KOGGE veröffentlicht Abschlussbericht

Das ReWaM-Projekt KOGGE „enternte“ die 11. Rostocker Abwassertagung, die in diesem Jahr zugleich die Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekt war. Die Tagung fand am 26. September 2018 an der Universität Rostock statt. Schwerpunkt war die Vorstellung der entwickelten Methoden und Ergebnisse aus dem BMBF-Projekt. Das methodische Vorgehen wurde beispielhaft für die Hansestadt Rostock illustriert und lässt sich auf ähnliche Fragestellungen in anderen Regionen Deutschlands übertragen. In Verbindung mit den geplanten Umsetzungen auf stadtpolitischer, administrativer und fachtechnischer Ebene wurde sichtbar, dass eine integrale Gewässerentwicklungsplanung möglich und für die gesamte Stadtentwicklung wertvoll ist. Veranstaltet wurde die Tagung durch die Professur für Wasserwirtschaft der Universität Rostock.

Abschlussbericht ReWaM-Projekt KOGGEAuf der Konferenz veröffentlichte das Projektkonsortium auch den KOGGE-Abschlussbericht. Der Bericht ist unter folgendem Link online verfügbar. Eine gedruckte Version kann als Band 81 der Schriftenreihe Umweltingenieurwesen bezogen werden.

 

 

Kommunale Gewässer gemeinschaftlich entwickeln im urbanen Raum

In den vergangenen drei Jahren forschte in dem Projekt KOOGE ein breit aufgestelltes Konsortium umsetzungsorientiert daran, die ökologische Entwicklung dieser Gewässer mit dem Aspekt des Hochwasserschutzes sowie den vielfältigen Nutzungsansprüchen einer Stadtgesellschaft in Übereinstimmung zu bringen. Hierfür wurden eine Vielzahl neuer Methoden, wie ein web-basiertes Datenmanagement, eine modellbasierte Zustandsermittlung sowie eine praktikable ökologische Zustandsanalyse für Kleingewässer entwickelt und angewandt. Das erarbeite Gewässerentwicklungskonzept umfasst das gesamte Stadtgebiet und dokumentiert gewässerspezifisch für die Hansestadt Rostock die vorhandenen Defizite, Entwicklungspotentiale und Handlungsfelder zur Erreichung der Ziele der WRRL und des Hochwasserschutzes.

Quelle: MV1, Fernsehbeitrag zur 11. Rostocker Abwassertagung

Das Projekt KOGGE ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM). ReWaM ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3)

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25.09.2018

ReWaM auf der 17. Wasserwirtschaftlichen Jahrestagung des BDEW

Auf der 17. Wasserwirtschaftliche Jahrestagung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) standen in diesem Jahr unter anderem die Themen „Spurenstoffen auf der Spur“ und „Wege in die Wasserwirtschaft 4.0“ im Mittelpunkt. Zwei Themenfelder, die auch innerhalb des ReWaM-Konsortiums diskutiert und bearbeitet wurden. Die über 100 TeilnehmerInnen des Branchentreffens hatten am 24. und 25. September die Möglichkeit im Rahmen der Fachausstellung am ReWaM-Stand mit Vertretern einzelner Projekte ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen. Neben allgemeinen Informationen zur BMBF-Fördermaßnahme präsentierten die Projekte SEEZEICHEN, GroundCare und CYAQUATA ausgewählte Ergebnisse der knapp dreieinhalbjährigen Forschungstätigkeit.

Weiterführende Informationen:

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