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17.07.2019

Der Wert einer Idee liegt in ihrer Umsetzung

Aus der Wissenschaft in die Praxis – BfG bringt Forschungsergebnisse zum Gewässerschutz in die Anwendung.

Der amerikanische Erfinder und Unternehmer Thomas Edison sagte einst, dass gute Ideen alleine nicht ausreichen, um Wirkung zu erzielen. Erst die Umsetzung einer guten Idee zeigt ihren Wert. Badegewässer-App, autonomer Messkatamaran, Starkregenvorhersage: Mit Auslaufen der Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland (ReWaM)“ stehen der Wasserwirtschaft eine Vielzahl neuer Methoden, Lösungen und praxisnaher Produkte zur Verfügung. Damit sie ihren Weg aus der „Schublade“ in die Anwendung finden, unterstützte die Bundesanstalt für Gewässerkunde in den vergangenen vier Jahren die ReWaM-Verbundprojekte, ihre Erkenntnisse in Politik und wasserwirtschaftliche Praxis zu übertragen. Die Aktivitäten förderte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem Transfer- und Vernetzungsvorhaben ReWaMnet.

Die BfG als Wissensdrehscheibe

Der Weg von der Idee zu einer konkreten Anwendung ist oftmals lang und steinig. „Begleitvorhaben wie ReWaMnet sind ein wichtiges Instrument  in der Wissenschaft. Sie eröffnen viele Wege, damit noch mehr Ideen ihren Weg in die Praxis finden“, sagt Dr. Birgit Esser, Leiterin der BfG. „Dieser Ergebnistransfer war wesentliche Motivation der Bundesanstalt für Gewässerkunde, sich in ReWaMnet zu engagieren. Auch in Zukunft steht die BfG wieder gern für diese Rolle zur Verfügung.“

Die BfG engagiert sich als Ressortforschungseinrichtung traditionell an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik und ist eingebunden in verschiedene Gremien des Bundes und der Länder. Neben der großen Erfahrung in der anwendungsorientierten Forschung war dies entscheidend für das BMBF, um das Vernetzungs- und Transfervorhaben in die Hände der Bundesanstalt zu legen. „Die BfG wirkt als Multiplikator für die in ReWaM und anderen Forschungsprogrammen erarbeiteten wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnisse“, sagt Esser. Andere Forschungsprogramme, wie das Bundesprogramm Blaues Band Deutschland oder das LIFE Förderprogramm der EU bilden dabei wichtige Anknüpfungspunkte zur Anwendung der Resultate aus ReWaM.

In diesem Sinne hat die BfG auf der ReWaM-Homepage eine „Produktbibliothek„ eingerichtet. So sollen die ReWaM-Ergebnisse auch nach dem Ende der Förderlaufzeit gut auffindbar und verfügbar bleiben. Das Online-Archiv erlaubt neben verschiedenen Filtermöglichkeiten auch eine Freitextsuche nach bestimmten Stichworten (z. B. Ökosystemleistungen oder Phosphor).

Forschung und Praxis im Dialog
Das Vernetzungs- und Transfervorhaben ReWaMnet führte seit dem Frühjahr 2015 die Forschungsergebnisse der 15 ReWaM-Verbundprojekte zusammen und entwickelte Formate und Produkte, um die Ergebnisse potenziellen Anwendern gezielt zur Verfügung zu stellen. Neben drei Konferenzen und zahlreichen Arbeitstreffen waren zwei Anwenderworkshops besondere Höhepunkte der Vernetzungstätigkeit. Große Aufmerksamkeit erfuhren außerdem ein Politikpapier, die ReWaM-Themenhefte u. A. in den Zeitschriften Hydrologie und Wasserbewirtschaftung und KW Korrespondenz Wasserwirtschaft sowie eine Dokumentation, die der Deutsche Städte- und Gemeindebund herausgegeben hat.

Eine nachhaltige Gewässerbewirtschaftung ist mehr als eine rein wasserwirtschaftliche Aufgabe. Für eine erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen müssen alle relevanten gesellschaftlichen und politischen Akteure beteiligt werden. Um die Implementierung der ReWaM-Ergebnisse zu unterstützen, förderte ReWaMnet die Zusammenarbeit der Projektpartnern mit Wasserverbänden und Landesbehörden.

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20.06.2019

Aus der Schublade in die Praxis: Transfererfolge aus ReWaM

Mit Auslaufen vieler ReWaM-Projekte stehen der Wasserwirtschaft nun zahlreiche Methoden, Lösungen und praxisnahe Produkte zur Verfügung. Damit diese ihren Weg aus der „Schublade“ in die Anwendung finden, unterstützt das Transfer- und Vernetzungsprojekt ReWaMnet die beteiligten Verbundprojekte mit unterschiedlichen Maßnahmen: Neben den Anwender-Workshops, Themenheften in einschlägigen Fachzeitschriften und Vorträgen bei Veranstaltungen kommen nun drei neue Produktblätter hinzu. Auf einer Seite fassen die Produktblätter jeweils Daten und Alleinstellungsmerkmale zur Messplattform HydroCrawler, der Open-Source-Software PROGEMIS und einer Erklärung zur Verminderung der Phosphoreinträge aus öffentlichen Kläranlagen in die Gewässer in Mecklenburg-Vorpommerns aus PhosWaM zusammen.

Die Produktblätter können unter den nachfolgenden Links angesehen und heruntergeladen werden:

Die Projekte HyMoBioStrategie, In_StröHmunG und PhosWaM sind Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasser-Ressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland (ReWaM)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“ im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

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13.06.2019

12. Rostocker Abwassertagung: MUTReWa und PhosWaM präsentieren Ergebnisse

Das Schwerpunktthema der diesjährigen Rostocker Abwassertagung ist die Emissionsminderung von Punktquellen im ländlichen Raum. Die Konferenz findet am 10. September 2019 in der sogenannten HanseMesse in Rostock statt. Die Abwassertagung wird durch die Professur für Wasserwirtschaft mit Unterstützung der Nordwasser GmbH veranstaltet. Aus der BMBF-Fördermaßnahme ReWaM beteiligen sich die Verbundprojekte PhosWaM und MUTReWa jeweils mit einem Fachvortrag.

12. Rostocker AbwassertagungZur Erreichung eines guten Zustands in unseren Binnen- und Küstengewässern und der Ostsee sind Maßnahmen zur Reduzierung punktueller stofflicher Belastungen erforderlich. Die Rostocker Abwassertagung nimmt daher in diesem Jahr neben Emissionen aus kommunalen Kläranlagen auch andere Eintragspfade stärker in den Blick. Auch ReWaM steuert Impulse zu dieser Diskussion bei: In der Session 2 „Nährstoffeliminierung“ stellt Dr. Andreas Bauwe, Professur für Bodenphysik an der Universität Rostock, das Potential der Phosphor-Reduktion aus Punktquellen im Einzugsgebiet der Warnow vor. Dabei wird er einen modelltechnischen Ansatz vorstellen, der unter anderem in dem ReWaM-Projekt PhosWaM entwickelt wurde. In der Session 5 „Spurenstoffe“ präsentiert Dr. Ing. Oliver Olsson, von der Leuphana Universität Lüneburg, Eintragspfade von Bioziden und Transformationsprodukten aus Fassadenauswaschungen in urbane Oberflächengewässer und Grundwasser. Die Ergebnisse stammen aus dem ReWaM-Projekt MUTReWa.

Weiterführende Informationen:

Die Projekte PhosWaM und MUTReWa sind Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasser-Ressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland (ReWaM)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“ im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

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06.06.2019

FLUSSHYGIENE gewinnt den AQUA AWARD 2019

Das ReWaM-Projekt FLUSSHYGIENE gewann den diesjährigen Aqua Award 2019. Den Preis nahm die Projektleiterin Dr. Pascale Roault vom Kompetenzzentrum Wasser Berlin stellvertretend für das Verbundprojekt bei der Verleihung am 18. Mai an. Der Preis wurde 2019 zum vierten Mal vergeben. Mit dem Aqua Award würdigt das Berliner Branchennetzwerk Aquanet Berlin-Brandenburg herausragende Leistungen der Berliner Wasserbranche.

Der Berliner Schlachtensee am 19.08.2005. (c) Konzept und Bild / Pablo Castagnola [Konzept und Bild Fotografenbuero Cathrin Bach Katharinenstrasse 9 10711 Berlin Fon: +49 (30) 42 48 759 Fax: +49 (30) 89 06 89 16 Mobil: +49 (170) 81 33 94 4 bach@konzeptundbild.de Jegliche Verwendung ist honorarpflichtig und Bedarf ausserhalb journalistischer Zwecke der Ruecksprache mit Konzept und Bild, insofern kein Vertrag vorliegt. Bankverbindung Kontoinhaber: Cathrin Bach Filiale: Deutsche Bank Konto: 1465103 BLZ: 10070024 IBAN: DE64100700240146510300 BIC: DEUTDEDB16 Steuernummer: 31 / 214 / 63529 Finanzamt Friedrichshain / Prenzlauer Berg, Pappelallee 78 www.freelens.com/clearing]

Foto: Pablo Castagnolo, Berliner Wasserbetriebe

Forschung für hygienisch saubere Badegewässer
Ziel des Verbundprojekts FLUSSHYGIENE ist die Entwick­lung von Instrumenten, die es ermöglichen, komplexe, multifunktionale Fließgewässer so zu bewirtschaften, dass ohne Einschränkung ihrer ökonomischen Funktio­nen ein höchstmöglicher Gesundheitsschutz gewähr­leistet werden kann. Dazu wurden Wissens-, Informations- und Entscheidungsgrundlagen erarbeitet, u. a.:

 

FLUSSHYGIENE ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM). ReWaM ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

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06.05.2019

Save the date: PhosWaM-Abschlussveranstaltung

Am 17. und und 18. September 2019 stellt das ReWaM-Verbundprojekt PhosWaM in Form eines internationalen Workshops die Ergebnisse der dreijährigen Forschungstätigkeit vor. Neben der Präsentation der Ergebnisse liegt der Schwerpunkt der Veranstaltung auf der Diskussion von Empfehlungen und konkreten Handlungsstrategien.

Termin: 17.09. (Beginn Mittag) – 18.09.2019 (Ende Mittag)
Ort: Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), Seestr. 15, 18119 Rostock

Probenahme mit dem Forschungsboot "Klaashahn" auf der Unterwarnow (Mündungsbereich) zur "Verfolgung" des Phosphors aus dem Warnow-Einzugsgebiet bin in die Ostsee. Foto: Christoph Kamper, IOW

Probenahme mit dem Forschungsboot „Klaashahn“ auf der Unterwarnow (Mündungsbereich) zur „Verfolgung“ des Phosphors aus dem Warnow-Einzugsgebiet in die Ostsee. Foto: Christoph Kamper, IOW

Phosphor ist eines der wichtigsten Elemente für das Wachstum von Land- und Wasserpflanzen. Während in landwirtschaftlich genutzten Flächen durch den Entzug von Biomasse oft ein Mangel des Nährstoffs vorliegt, der durch Düngung ausgeglichen wird, ist Phosphor in vielen Gewässern im Überschuss vorhanden und führt zu Eutrophierung. Diese ist nicht nur in Binnengewässern, sondern auch in der Ostsee immer noch eines der größten Probleme für den Gewässerschutz. Im Rahmen von PhosWaM wurden anhand von Prozess- und Modellstudien Quellen, Transportwege, Umsatzprozesse sowie Rückhaltemaßnahmen von Phosphor-Verbindungen im Warnow-Einzugsgebiet (zweitgrößtes deutsches Ostsee-Einzugsgebiet) und angrenzenden Küstengewässern untersucht. Resultierend daraus werden Vorschläge zur Optimierung der Monitoringkonzepte und Maßnahmenprogramme zur Verringerung der Phosphor-Belastung erarbeitet.

PhosWaM ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasser-Ressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland (ReWaM)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“ im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

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