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20.09.2017

ReWaM-Artikelserie in der Fachzeitschrift wwt

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Wasserwirtschaft Wassertechnik (wwt) informieren die Wissenschaftler des ReWaM-Verbundprojekts RiverView die Leser über ihren Ansatz für eine räumlich und zeitlich hochaufgelöste Gewässerdatenerfassung. Der erste Beitrag der unregelmäßig erscheinenden Artikelserie zur BMBF-Fördermaßnahme ReWaM erschien in der Ausgabe 3/2017 und beleuchtete die Zwischenergebnisse, die auf der ReWaM-Statuskonferenz am 25.-26. Januar 2017 im Internationalen Congress Center Dresden der Fachwelt vorgestellt wurden.

Fachzeitschrift Wasserwirtschaft Wassertechnik wwt

Titelblatt der Ausgabe 9/2017 der Fachzeitschrift Wasserwirtschaft Wassertechnik (wwt)

In der vorangegngenen Ausgabe 7-8/2017 erschien außerdem ein Interview mit Dr. Fritz Kohmann, dem Lenkungskreisvorsitzenden von ReWaM. In dem Interview diskutiert Kohmann wie sich Nutzung und Schutz von Gewässern miteinander in Einklang bringen lassen und plädiert für einen Perspektivenwechsel bei der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie: Kohmann setzt sich in dem Interview dafür ein, dass die erreichten Fortschritte in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt werden sollten.

In den kommenden Monaten erscheinen darüber hinaus Beiträge der Projekte HyMoBioStrategie und NiddaMan. Darin berichten die Verbünde über Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Forschungsarbeit. Das Praxismagazin wwt richtet sich in erster Linie an Wasserwirtschaftliche Einrichtungen, Behörden, Ingenieurbüros, Unternehmen sowie Hochschulen, die sich fachlich mit Entscheidungen im Trink- und Abwassermanagement beschäftigen.

Bereits erschienen sind:

 

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28.08.2017

ReWaM-Newsletter 04/2017 ist erschienen

Anhaltende Niederschläge im Juni und Juli haben viele Urlaubspläne im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen lassen. Das Projekt WaSiG erklärt, wohin mit dem vielen Regen. Lesen Sie im aktuellen Newsletter außerdem, wie In_StröHmunG bei der längsten Freiwasser-Schwimmstaffel Deutschlands mitwirkte und warum Teilnehmer des ReWaM-Querschnittsthemas 2 einen Ausflugsdampfer für einen Tag in ein Forschungsschiff verwandelten.

ReWaM-Newsletter

Der vollständige Newsletter ist unter folgendem Link aufrufbar.

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22.08.2017

Drohnenbefliegung der Talsperre Quitzdorf

CYAQUATA und BOOT-Monitoring testen neue Verfahren zur Cyanobakterienerfassung

Im Juli 2017 zeigte sich ein sehr hohes Cyanobakterien-Aufkommen an der Talsperre Quitzdorf in Ostsachsen. Die „Blüte“ erstreckte sich über das gesamte Gewässer, färbte das Wasser grün und führte zu einem unangenehmen Geruch im Uferbereich. Die Talsperre Quitzdorf ist ein sehr nährstoffreiches, flaches Gewässer und als EU-Badegewässer ausgewiesen. In den vergangenen Jahren kam es regelmäßig zu vermehrten Entwicklungen von Cyanobakterien, bei denen durch das Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz vorsorglich vom Baden in der Talsperre abgeraten wird, wie auch im Juli 2017. Dieses extrem hohe Cyanobakterienaufkommen nutzte CYAQUATA für eine intensive Beprobung des Gewässers und testete zusammen mit Partnern aus dem Projekt BOOT-Monitoring den Einsatz von Fernerkundungsverfahren für die Erfassung von Cyanobakterien.

Am 10.07.2017 führten CYAQUATA und BOOT-Monitoring gemeinsam Untersuchungen im nordöstlichen Teil der Talsperre Quitzdorf durch. Ziel war es zu überprüfen, ob sich die räumliche Ausdehnung und die Ausprägung der Cyanobakterien-Massenentwicklung mittels Fernerkundungsmethoden erfassen lässt. Die Bearbeiter des Projektes BOOT-Monitoring nutzen eine Drohne mit verschiedenen Kamerasystemen zur Fernerkundung eines Gewässerteils. Parallel dazu nahmen die Bearbeiter des Projektes CYAQUATA Proben zur Erfassung der Cyanobakterien und Bestimmung der Chlorophyll- und Phycocyanin-Konzentration.

Es zeigte sich, dass die Messwerte der Drohne mit den Werten der Messung im Gewässer korreliert werden können, um die Chlorophyll-Konzentration aus den Fernerkundungsdaten zu berechnen. Besonders der Kanal des Nah-Infrarot (NIR), der auch zur Bestimmung des Vegetationsindex herangezogen wird, scheint gut geeignet für die Detektion von Cyanobakterien zu sein.

Allerdings war das Cyanobakterienaufkommen viel zu hoch, um Aussagen über eine Eignung der Methodik als Früherkennung zu machen. Die beiden Projekte planen deshalb die Wiederholung der Untersuchungen zu einem anderen Zeitpunkt mit einem geringeren Cyanobakterienaufkommen.

Ansprechpartner:

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17.08.2017

Wissenschaft Ahoi

Drittes Arbeitstreffen des Querschnittsthemas 2 „Probenahmestrategien und Methoden“

Gewöhnlich ist das Fahrgastschiff „MS WarnowStar“ im Rostocker Hafenrevier unterwegs oder fährt Touristen die Warnow flussaufwärts zu nahegelegenen Natur- und Landschaftsschutzgebieten. Am Montag, den 26. Juni 2017, fuhr der 24,5 Meter lange Ausflugsdampfer jedoch im Dienste der Wissenschaft: Am ersten Tag des zweitägigen Arbeitstreffens des ReWaM-Querschnittsthemas 2 „Probenahmestrategien und Methoden“ stachen 33 Wissenschaftler und Wasserexperten aus acht von insgesamt 15 ReWaM-Projekten am alten Schiffsanleger in Warnemünde in See: Ziel der Exkursion war der projektübergreifende Erfahrungsaustausch zu Betrieb und Auswertung unterschiedlicher Messsysteme, die im Rahmen der Fördermaßnahme ReWaM zum Einsatz kommen.

Ein Schiff mit besonderer Fracht

Auf der dreistündigen Messfahrt analysierten die Wissenschaftler eine Vielzahl unterschiedlicher Parameter

Auf der dreistündigen Messfahrt analysierten die Wissenschaftler eine Vielzahl unterschiedlicher Parameter

Startpunkt des zweitägigen Arbeitstreffens war um 8:20 Uhr der Schiffsanleger in Warnemünde. Nach einer Begrüßung und kurzen Einführung durch den Sprecher des Querschnittsthemas Jens Tränckner von der Universität Rostock, legte die WarnowStar ab. Rund drei Stunden ging es für die Passagiere vom Überseehafen Rostock die Unterwarnow stromaufwärts bis in die östliche Altstadt der Hansestadt Rostock. Während der Fahrt hatten die Wissenschaftler jedoch nur wenig Zeit den Ausblick zu genießen: Bereits am frühen Morgen wurde ein Echolot am Schiffsrumpf montiert, um während der Fahrt kontinuierlich Daten zum Untergrund zu sammeln. Darüber hinaus wurden mit unterschiedlichen Sensoren charakteristische Parameter wie Wassertiefe, Trübung, Temperatur, Leitfähigkeit, Sauerstoff- und Nitratgehalt gemessen. Ziel der Messfahrt war es, unterschiedliche Messinstrumente, die normalerweise in Süßwassersystemen betrieben werden, unter erschwerten Bedingungen des Brackwassers im Übergang Ostsee-Unterwarnow zu testen. Die Wissenschaftler erhielten so wertvolle Erkenntnisse zu Stärken und Schwächen des jeweiligen Systems und konnten sich über Erfahrungen im Umgang mit den Messgeräten austauschen.

Gemeinsame Datenauswertung
Nach einer gemeinsamen Mittagspause setzten die Wissenschaftler das Arbeitstreffen am Schöpfwerk Schmarler Bach im Rostocker Stadtteil Lütten Klein fort. Nach einer Besichtigung des Schöpfwerks führten die ReWaM-Verbundprojekte BOOT-Monitoring und RiverView ihre Messsysteme vor. Beide Projekte arbeiten an flexiblen Lösungen für ein kontinuierliches Monitoring von kleinen- und mittelgroßen Fließgewässern. Der Unterschied: RiverView setzt auf einen ferngesteuerten Mini-Katamaran als Träger für verschiedene Sensoren, wohingegen bei dem Projekt BOOT-Monitoring ein mit Sensoren bestücktes Messboot im Schlepp gezogen wird.

Der zweite Tag des Arbeitstreffens war vorrangig den Problemen und verschiedenen Verfahren der Datenauswertung gewidmet. Am Ende des zweitägigen Arbeitstreffens waren sich die Teilnehmer einig, dass der Austausch weiter fortgeführt werden müsse mit dem Ziel, Messstrategien weiterzuentwickeln und Parameter noch effizienter zu messen und auszuwerten.

In der Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM) fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 15 Verbundprojekte sowie ein begleitendes Vernetzungs- und Transfervorhaben. Für die Projekte in ReWaM sind eine interdisziplinäre Vorgehensweise sowie ein enges Zusammenwirken von Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis charakteristisch. Um vorhandene Synergien zu nutzen und Potenziale auszuschöpfen, hat der ReWaM-Lenkungskreis unteranderem das Querschnittsthema „Probenahmestrategien und Methoden“ definiert.

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08.08.2017

Eine Nacht, die Wissen schafft

CYAQUATA präsentiert sich zur Langen Nacht der Wissenschaften.

Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 16. Juni 2017 öffneten die Dresdner Hochschulen und Forschungseinrichtungen ihre Labore, Hörsäle und Archive. In über 680 Veranstaltungen konnten sich die 38.000 Besucher über die aktuelle Forschung in Dresden informieren. Zu dieser Gelegenheit stellte sich auch das ReWaM-Verbundprojekt CYAQUATA vor. Am Institut für Genetik und in der Fachrichtung Hydrowissenschaften konnten die Besucher Cyanobakterien anschauen, Einblicke in die Labor-Tätigkeiten gewinnen, sich über die sächsischen Trink- und Brauchwassertalsperren informieren und Gerätschaften zur Gewässerbeprobung praktisch ausprobieren. Die Fragen der Besucher wurden von den Mitarbeitern des Projektes beantwortet und so konnten wir auch darüber aufklären, dass „Blaualgen“ eigentlich Bakterien sind, die aufgrund ihres Chlorophyllgehaltes grün aussehen. Die Bezeichnung „Blaualgen“ kommt vom Photosynthesepigment Phycocyanin (Cyanblau), welches die Cyanobakterien zusätzlich besitzen. Außerdem gibt es noch rote Cyanobakterien, die vor allem Phycoerythrin enthalten. Durch die verschiedenen Photosynthesepigmente können die Cyanobakterien ein breiteres Lichtspektrum nutzen und haben dadurch einen Vorteil gegenüber Algen oder Pflanzen, die nur Chlorophyll haben. Auch die Größe und Form der Cyanobakterien variiert stark: von ganz klein und nicht sichtbar mit bloßem Auge bis hin zu sichtbaren, großen Fäden oder Kolonien.

Autorin: Dr. Kristin Zoschke, TU Dresden

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