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07.12.2018

ReWaM auf der Essener Tagung 2019

Vom 20. bis 22. März 2019 findet die 52. Essener Tagung in Aachen statt. Im kommenden Jahr liegt der Schwerpunkt der dreitägigen Fachveranstaltung auf dem Themenkomplex „Wasser und Gesundheit“. Wie bereits in den Jahren zuvor präsentieren auch bei der kommenden Auflage der Essener Tagung wieder Projekte aus ReWaM ihre Ergebnisse. Beim kommenden Branchentreff der Wasserwirtschaft stehen folgende ReWaM-Vorträge auf der Agenda:

  • Projekt FLUSSHYGIENE: Flusshygiene und Abwasserdesinfektion – Neue Prognoseinstrumente zur Vorhersage der Hygiene von Badegewässern
    Dipl.-Ing. Regina Gnirss, Berliner Wasserbetriebe, AöR, Berlin;Dr. P. Rouault, Kompetenzzentrum Wasser Berlin
  • Projekt FLUSSHYGIENE: Frühwarnsystem zur Bewirtschaftung von Badestellen in Fließgewässern
    Dipl.-Ing. Annika Schönfeld, Ruhrverband, Essen; Dr. H.-J. Mälzer, IWW Zentrum für Wasser, Mülheim a. d. R.;
    Dr. Y. Schneider, Ruhrverband, Essen; A. Bachmann-Machnik M. Sc., Univ. Stuttgart
  • Projekt MUTReWa: Umgang mit Pestiziden und deren Transformationsprodukten bei der Regenwasserbewirtschaftung
    Prof. Dr. Klaus Kümmerer, Dr. O. Olsson, Leuphana Univ. Lüneburg

Weitere Informationen:

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06.12.2018

Veröffentlichung von MUTReWa Ergebnissen in „Water Research“

Wissenschaftler des ReWaM-Projekts MUTReWa veröffentlichten Ergebnisse in der hochrangigen Fachzeitschrift Water Research. In dem Artikel präsentieren die Autoren die Ergebnisse aus drei Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit zur Belastung von Zuflüssen zu Regenwasserversickerungssystemen mit bioziden Rückständen und deren möglicher Eintrag ins Grundwasser. Highlights aus dem Fachbeitrag sind:

  • Erstmaliger Nachweis von Transformationsprodukten (TPs) von Fassaden-Bioziden im Grundwasser
  • Zwei von drei bisher unbekannten TP von Terbutryn wurden in Umweltproben nachgewiesen
  • Die Photolyse lieferte analytische Daten für ein qualitatives Screening von TPs in Umweltproben
  • Nachweis des Eintritts von Bioziden und ihren TPs von Gebäudefassaden in das Grundwasser
Birte Hensen, Jens Lange, Nicole Jackisch, Franziska Zieger, Oliver Olsson, Klaus Kümmerer (2018, in press) Entry of biocides and their transformation products into groundwater via urban stormwater infiltration systems. Water Research.
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04.12.2018

FLUSSHYGIENE-Abschlusskonferenz: Der Traum vom Baden in der Spree

Am 26. November 2018 lud das ReWaM-Forschungsprojekt FLUSSHYGIENE zur Abschlussveranstaltung in die Neue Mälzerei nach Berlin ein. Unter dem Motto „Forschung für saubere Badegewässer“ präsentierte das Projektkonsortium die Ergebnisse der dreieinhalbjährigen Forschungstätigkeit. Mehr als 120 Teilnehmer folgten der Einladung, darunter Vertreter des Umweltbundesamtes, verschiedener Landesämter sowie sondergesetzlicher Wasserverbände.

46800220_2037098239662351_4493381676835012608_nSchutz der Bevölkerung durch risikobasierte Frühwarnsysteme
Koordiniert von dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin forscht ein breit aufgestellter Verbund aus Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis seit dem Frühjahr 2015  an Methoden zur Vorhersage kurzzeitiger Verschmutzungsereignisse an Badegewässern. Die hygienische Wasserqualität schwankt in den meisten Fließgewässern sehr stark. Gesundheitliche Risiken sind für Badende daher nur schwer einzuschätzen. Dies ist einer der Gründe dafür, dass von über 2.000 nach EG-Badegewässerrichtlinie registrierten Badegewässern in Deutschland nur rund 30 an Flüssen liegen. Die in dem Projekt erarbeiteten Instrumente zur Prognose von hygienischen Verschmutzungen und deren Ausbreitung in Flüssen wurden den teilnehmenden WasserexpertInnen im Rahmen der Projektabschlussveranstaltung  in Fachvorträgen vorgestellt. Wesentliche Ergebnisse aus FLUSSHYGIENE lauten:

  • Zum Schutz von Badenden vor kurzzeitigen Verschmutzungsereignissen wurden Frühwarnsysteme sowie ein robustes Vorgehen für deren Aufbau entwickelt, um den risikobasierten Bewertungsansatz der Badegewässerrichtlinie (BGRL) auf kurzfristige Prognosen zu übertragen.
  • Für humanpathogene Viren sowie virale und bakterielle Indikatoren wurden Richtwerte für Einleitungen aus Kläranlagen, der Misch- und Trennkanalisation sowie Abbau- und Abnahmeraten im Gewässer bestimmt.
  • Ein Bedarf, die Liste der in der BGRL geregelten Überwachungsparameter zu ergänzen, wurde nicht abgeleitet.
  • Zur Unterstützung der immissionsseitigen Bewertung von Bewirtschaftungsmaßnahmen der Stadtentwässerung und Abwasserreinigung zur Verbesserung der hygienischen Wasserqualität wurde ein allgemeingültiger Hygienebaustein für das Gewässergütemodell QSim entwickelt.
  • Ein übertragbares Zahlungsbereitschaftsmodell zur Ermittlung der Nutzen-Seite (Kosten-Nutzen-Analyse) eines neuen Badegewässers steht zur Verfügung.

46801528_638781199853356_8843942226355552256_nAnleitung zur Errichtung neuer Badestellen
Um Inhalte zu vertiefen, die im Vortragsblock zu kurz kamen, hatten die TeilnehmerInnen die Gelegenheit bei einer Postersession mit den Projektbeteiligten ins Gespräch zu kommen. Im Rahmen der Poster-Session stellte das FLUSSHYGIENE-Konsortium zudem Berichte vor, in denen die erarbeiteten Forschungsergebnisse für unterschiedliche Zielgruppen aufbereitet wurden: Neben einem Praxisleitfaden zur Eröffnung neuer Badestellen wurden ein Maßnahmensteckbrief, ein Leitfaden zu kurzfristigen Flussverschmutzungensowie sowie ein Merkblatt zur Einrichtung neuer Badestellen präsentiert. Die Dokumente sind aktuell noch nicht online verfügbar. Die ReWaM-Homepage informiert, sobald diese zum Download bereit stehen.

Ideen zur Überarbeitung der Badegewässerrichtlinie
Im Anschluss an die Posterpräsentationen diskutierten VertreterInnen aus den vier untersuchten Modellregionen die Bedeutung der Ergebnisse aus FLUSSHYGIENE für die Bewirtschaftung von Badegewässern in der Praxis. Die Diskutanten betonten unter anderem, dass eine gute ökologische Wasserqualität nicht automatisch zu einer guten Badewasserqualität führe und umgekehrt. Diese Unterscheidung müsse in der Kommunikation mit Bürgern noch stärker als bisher verdeutlicht werden. Ein wesentlicher Aspket der Diskussion war die anstehende Novellierung der europäischen Badegewässerrichtlinie: Die Podiumsgäste plädierten dafür, dass neben den in der Richtlinie bereits enthaltenen Hygiene-Indikatoren (Escherichia coli und Intestinale Enterokokken) zukünftig Viren ebenfalls berücksichtigt werden sollten. Auch die vorgeschriebenen Untersuchungsintervalle der Badegwässer wurden debattiert. Ungelöst blieb das Problem, dass nach der Sperrung eines Badegwässers zu viel Zeit verginge, bis dieses wieder für Badende freigegeben werden dürfe. Ein Lösungsansatz könnte die Erweiterung des Frühwarnsystems um ein Online-Messsystem sein.

Weitere Informationen zur Abschlussveranstaltung:

Das vom Kompetenzzentrum Wasser Berlin koordinierte Vorhaben FLUSSHYGIENE ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz (ReWaM)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“. Am Vorhaben sind insgesamt zehn Verbundpartner aus Abwasserentsorgungsbetrieben, Forschungseinrichtungen, Universitäten, Verbänden und Behörden beteiligt.

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30.11.2018

Fachzeitschrift HyWa veröffentlicht ReWaM-Themenheft

Die Dezember-Ausgabe der Fachzeitschrift Hydrologie und Wasserbewirtschaftung (HyWa) beschäftigt sich in besonderer Weise mit der BMBF-Fördermaßnahme ReWaM. In einem Themenheft werden in sieben Fachbeiträgen wissenschaftliche Ergebnisse aus der Fördermaßnahme vorgestellt.

Titelseite des HyWa-Themenhefts zur BMBF-Fördermaßnahme ReWaM.

Titelseite des HyWa-Themenhefts ReWaM

Im Editorial der aktuellen Ausgabe diskutiert der Leiter des Vernetzungs- und Transfervorhabens, Dr. Sebastian Kofalk, die Frage, ob wir neue Wege im Gewässerschutz benötigen. Im Hauptteil präsentieren die ReWaM-Verbundprojekte GroundCare, HyMoBioStrategie, RESI, WaSiG, RiverView, NiddaMan und In_StröHmunG ausgewählte Erkenntnisse ihrer dreijährigen Forschungstätigkeit.

Alle Fachbeiträge sind frei über die HyWa-Homepage herunterladbar. In den kommenden Ausgaben der HyWa werden darüber hinaus weitere Fachbeiträge aus ReWaM publiziert, die aus unterschiedlichen Gründen nicht direkt in dem Themenheft veröffentlicht werden konnten.

Die HyWa ist eine deutschsprachige Fachzeitschrift, die Themen der Hydrologie und Wasserwirtschaft umfassend behandelt. Abonnenten sind beispielsweise Fachleuten der Wasserwirtschaftsverwaltungen des Bundes und der Länder sowie Hydrologen und andere WissenschaftlerInnen mit wasserwirtschaftlichen Fragestellungen. Das Themenheft adressiert damit insbesondere Wasserexperten in Verwaltungen und Behörden sowie in Forschungseinrichtungen.

 

Übersicht der Fachbeiträge:

  • Griebler, C., Hug, K., Fillinger, L., Meyer, A.  und Avramov, M.: Der B-A-E Index – Ein mikrobiologisch-ökologisches Konzept zur Bewertung und Überwachung von Grundwasser
  • Hofmann, H., Dissanayake, P.: Hochaufgelöste, numerische Modellierung von Wellen, Strömungen und dem Sedimenttransport in der Flachwasserzone des Bodensees
  • Steinbrich, A., Henrichs, M., Leistert, H., Scherer, I., Schuetz, T. Uhl M., und Weiler, M.: Ermittlung eines naturnahen Wasserhaushalts als Planungsziel für Siedlungen
  • Rayanov, M., Dehnhardt, A., Glockmann, M., Hartje, V., Hirschfeld, J., Lindow, M., Sagebiel, J., Thiele, J., Welling, M.: Bedeutung und Wertschätzung von großen und kleinen Fließgewässern für die Erholungsnutzung
  • Kutschera, G., Blankenbach, J., Blut, C., Bolle, F.-W., Effkemann, C., Gahlaut, S., Hein, N., Jagow, M.-L., Schüttrumpf, H., Schwermann, R., Tabatabaei, S., Wöffler, T.: Ermittlung eines naturnahen Wasserhaushalts als Planungsziel für Siedlungen
  • Podschun, S.A., Thiele, J., Dehnhardt, A., Mehl, D., Hoffmann, T.G., Albert, C., von Haaren, C., Deutschmann, K., Fischer, C., Scholz, M., Costea, G., Pusch, M.T.: Das Konzept der Ökosystemleistungen

Alle in der HyWa veröffentlichten Fachbeiträge durchlaufen ein Peer-Review-Verfahren. Das Peer-Review ist ein Verfahren zur Qualitätssicherung wissenschaftlicher Arbeiten. Die HyWa ist unter anderem gelistet im Science Citation Index Expanded (SCIE) sowie dem Journal Citation Reports/Science Edition mit einem Impact Faktor von 0,486 (2014).

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29.11.2018

GroundCare-Ergebnisse auf der Trinkwasserkonferenz 2019

Für zu Hause Wasser in Flaschen kaufen? Das ist in Deutschland nicht nötig, da Trinkwasser aus dem Hahn zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln zählt. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, findet vom 19. bis 21. März  auf dem Campus der Universität Koblenz-Landau die Trinkwasserkonferenz 2019 statt. Bei dem Branchentreff tauschen Fachleute aus der Trinkwasserversorgung ihre Praxiserfahrungen aus und diskutieren Neue biologische Verfahren im Trink- und Grundwassermanagement. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung ist das neue DVGW-Arbeitsblatt W 271 sowie die Risikobewertung nach Trinkwasserverordnung. Zudem werden die Ergebnisse der dreijährigen Forschungsarbeit aus dem ReWaM-Projekt GroundCare vorgestellt. Im Fokus steht der entwickelte Leitfaden, der im ersten Vortrag am zweiten Veranstaltungstag der versammelten Fachwelt präsentiert wird.

Foto: Karsten Grabow

Foto: Karsten Grabow

Weitere Informationen:

Das Projekt GroundCare ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM). ReWaM ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

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