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13.02.2020

Lessons learned: ReWaMnet veröffentlicht Abschlussbericht

Die Fördermaßnahme ReWaM wurde durch das Vernetzungs- und Transfervorhaben ReWaMnet begleitet. ReWaMnet unterstützte seit 2015 die Kommunikation zwischen Forschung und Praxis, förderte den Praxistransfer und koordinierte die Erstellung praxisgerechter Produkte. Hauptanliegen von ReWaMnet war es, die Ergebnisse aus den 15 Verbundprojekten in Form anwendungsorientierter Lösungen für Gesellschaft, Wirtschaft und Praxis zu übersetzen und zu kommunizieren. Die Produkte und Erfolge aus viereinhalb Jahren ReWaMnet sind in einem Abschlussbericht zusammengefasst. Dieser enthält neben der Erläuterung von Zielen, Planung und Umsetzung auch die gesammelten Erfahrungen als „Lessons Learned“. Der Bericht ist unter folgendem Link abrufbar.

Mehr als die Summe seiner Teile
ReWaMnet unterstützte die Verbundprojekte in vielfältiger Weise bei ihrer Arbeit mit dem Fokus auf der Stärkung der projektübergreifenden Zusammenarbeit: Zusätzlich zur Durchführung der drei ReWaM-Konferenzen wurde der Austausch in Querschnittsthemen initiiert und unterstützt. Der regelmäßig erscheinenden Newsletter, die Broschüren zum Projektfortschritt der Verbünde sowie die Homepage informierten dabei Projektmitarbeiter ebenso wie die Fachöffentlichkeit.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Unterstützung der Projekte beim Transfer übertragbarer Ergebnisse in die wasserwirtschaftliche Praxis. Hierfür wurden beispielsweise ein übergreifendes Wissensmanagement etabliert, das auf der ReWaM-Homepage als Produktbibliothek allgemein verfügbar ist. Des Weiteren wurden wissenschaftliche Beiträge in Fachzeitschriften platziert und Themenhefte organisiert.

Das BMBF legte die Durchführung des Vernetzungs- und Transfervorhabens in die Hände der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG). Die BfG engagiert sich als Ressortforschungseinrichtung traditionell an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik und ist in verschiedenen Gremien des Bundes und der Länder aktiv. Sie wirkt damit als Multiplikator für die in ReWaM erarbeiteten neuen wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnisse der Gewässerbewirtschaftung. Das weitreichende Netzwerk und die große Erfahrung der BfG sind ein wichtiger Baustein, um die Erkenntnisse und Lösungen aus ReWaM zu verstetigen und die modellhafte Umsetzung und Erprobung von Maßnahmen in den Modellgebieten auf andere Regionen in Deutschland zu übertragen – auch nach Ablauf der offiziellen Projektlaufzeiten.

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03.01.2020

FLUSSHYGIENE: Von der Analyse zum Leitfaden

Öffentliche Badestellen an Flüssen und Seen als Alternative zum Schwimmbad sind beliebt. Entsprechend der EU-Badegewässerverordnung werden sie einmal im Monat überprüft. Wird ein Gewässer in der Zwischenzeit verschmutzt, kann dies nach bisheriger Praxis nicht erfasst werden. Dies war der Ansatzpunkt des Verbundprojekts FLUSSHYGIENE, das im Juni 2015 startete. Wesentliches Ziel des Verbundprojekts war es, Instrumente zu entwickeln, mit denen kurzzeitig auftretende Verschmutzungen und deren Ausbreitung im Fluss vorhergesagt werden können.Für interessierte Kommunen und Praktiker aus der Wasserwirtschaft stehen am Ende der Projektlaufzeit umfangreiche Merkblätter und Leitfäden zur Verfügung. Hintergrund, Ziel und Ergebnisse des BMBF-Projekts sind in einem Animationsfilm zusammengefasst.

FLUSSHYGIENE ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM). ReWaM ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

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28.11.2019

PhosWaM veröffentlicht Abschlussbericht

Das ReWaM-Projekt PhosWaM veröffentlicht nach rund dreijähriger Forschungstätigkeit seinen Abschlussbericht. Der Bericht enthält zentrale Forschungsergebnisse und für einen nachhaltigen Gewässerschutz am Beispiel des Warnow-Einzugsgebietes. Das Dokument ist unter nachfolgendem Link kostenfrei abrufbar: http://www.wrrl-mv.de/doku/hintergrund3BZ/PhosWaM-Hintergrundbericht.pdf

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Kernbotschaften aus PhosWaM:

  • PhosWaM untersuchte in komplexer Weise die P-transporte, -transformationen und –retentionen aller P-Fraktionen im gesamten Einzugsgebiet der Warnow von der Quelle bis in die Ostsee.
  • Dabei wurden u.a. konkrete Vorschläge zur effizienten Düngung mittels P-Index, für P-Filter in Drainagen, zur Reduktion der P-Einträge aus kleinen kommunalen Kläranlagen oder zur Optimierung zukünftiger Fahrwasservertiefungen im Stadthafen Rostock erarbeitet, die in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst sind.
  • Die Ergebnisse werden für die Implementierung von Maßnahmen zur Reduktion der Eutrophierung in Flüssen, Seen, Ästuaren und der Ostsee genutzt, wie sie durch die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die Meeres-Strategie-Rahmen-Richtlinie und den Ostseeaktionsplan der HELCOM gefordert sind.
  • Die Ergebnisse fließen ein in die Anpassung der künftigen Gewässerüberwachung und in die Aktualisierung des Bewirtschaftungsplans nach WRRL in den Jahren 2020/2021.
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24.11.2019

Empfehlungen für einen besseren Schutz der Seeufer

Nach dreieinhalbjähriger Arbeit liegt nun die Synthese der Ergebnisse des ReWaM-Verbundprojekts HyMoBioStrategie als Handlungsempfehlungen für die Praxis vor (Link).

Die hauptsächlichen Ergebnisse umfassen:

  • neue Messmethoden und Modellsysteme zur Charakterisierung und Quantifizierung des Feststofftransportes in der Flachwasserzone von Seen
  • Messsysteme zur hochauflösenden, flächendeckenden Vermessung der Seebodentopographie und Sedimentstratigraphie (Hydrocrawler, Unterwasser-Georadar)
  • Beiträge zur Verbesserung der Beurteilungsverfahren des ökologischen Zustands von Seenufern gemäß der EG-WRRL anhand der beiden biotischen Qualitätskomponenten Makrophyten und Makrozoobenthos
  • weiterentwickelte Qualitäts- und Monitoringstandards im Zuge von Seeuferrenaturierungen basierend auf dem IGKB-Renaturierungsleitfaden
  • Weiterentwicklung von Monitoringverfahren zur Einschätzung der Erosionsgefährdung von Unterwasserdenkmälern
  • Handlungsempfehlungen zum nachhaltigen Management von Flachwasserzonen in Seen.

Die Handlungsempfehlungen „Seeufer: Wellen – Erosion – Schutz – Renaturierung“ richten sich an Fachleute aus den Verwaltungen, Planungs- und Beratungsbüros und der angewandten Forschung, die aus unterschiedlicher Perspektive mit der Erforschung, dem Schutz und der Entwicklung von Seeufern befasst sind. Sie stellen eine erweiterte Synthese der Ergebnisse des Projekts dar und betten diese aus verschiedenen Perspektiven in den breiten thematischen Kontext – Nutzung und hydromorphologische Integrität der Seeufer – ein. Gebietskulisse sind die Seen des Alpenraums, wofür der Bodensee ein Beispiel bietet. Die Handlungsempfehlungen bilden den aktuellen Stand der Forschung auf diesem Gebiet ab und sind ein wichtiger Baustein zu einem nachhaltigen Management von Seeuferzonen unter Berücksichtigung der vorhandenen intensiven Nutzungsansprüche und Nachhaltigkeitskonflikte.

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26.08.2019

PhosWaM: Programm zum Abschluss-Workshop ist online

Am 17. und 18. September findet am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde der Abschluss-Workshop des BMBF-Projekts PhosWaM statt. Anmeldungen sind bis zum 30. August bei der PhosWaM-Projektkoordinatorin Dr. Friederike Kunz möglich (E-Mail: friederike.kunz@io-warnemuende.de, Tel.: 0381 5197-109).

Das Programm zum Abschluss-Workshop kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen sind auf der PhosWaM-Homepage verfügbar.

Foto: Inga Krämer, IOW

Foto: Inga Krämer, IOW

Übergeordnetes Ziel von PhosWaM war es, durch Prozess- und Modellstudien die Wissensgrundlage zu den Quellen, Transportwegen und Umsatzprozessen von Phosphorverbindungen in Gewässern zu verbessern. Die Untersuchungen waren auf das Einzugsgebiet der Warnow, die Unterwarnow und die direkt angrenzende Ostsee fokussiert. Warnow und Unterwarnow sind mit 3.324 km² das zweitgrößte deutsche Einzugsgebiet, das in die Ostsee entwässert. Die Region ist landwirtschaftlich geprägt undweist einen stark anthropogen veränderten Wasserhaushalt auf. PhosWaM ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasser-Ressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland (ReWaM)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“ im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

Kernbotschaften aus PhosWaM

  • PhosWaM untersuchte in komplexer Weise die P-transporte, -transformationen und –retentionen aller P-Fraktionen im gesamten Einzugsgebiet der Warnow von der Quelle bis in die Ostsee.
  • Dabei wurden u.a. konkrete Vorschläge zur effizienten Düngung mittels P-Index, für P-Filter in Drainagen, zur Reduktion der P-Einträge aus kleinen kommunalen Kläranlagen oder zur Optimierung zukünftiger Fahrwasservertiefungen im Stadthafen Rostock erarbeitet, die in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst sind.
  • Die Ergebnisse werden für die Implementierung von Maßnahmen zur Reduktion der Eutrophierung in Flüssen, Seen, Ästuaren und der Ostsee genutzt, wie sie durch die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die Meeres-Strategie-Rahmen-Richtlinie und den Ostseeaktionsplan der HELCOM gefordert sind.
  • Die Ergebnisse fließen ein in die Anpassung der künftigen Gewässerüberwachung und in die Aktualisierung des Bewirtschaftungsplans nach WRRL in den Jahren 2020/2021.

 

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