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26.05.2017

NiddaMan: Bürgerdialog per Velo

Am Mittwoch, den 24. Mai 2017, strampelten 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Forschern des ReWaM-Projekts NiddaMan vom Frankfurter Stadtteil Bonames nach Bad Vilbel-Gronau. Auf der knapp 15 Kilometer langen Fahrradtour erläutern die Wissenschaftler an verschiedenen Haltepunkten, wie sich das Bild der Nidda in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt hat und was aus ökologischer Sicht noch zu tun sei. Denn noch entspricht die Gewässerqualität der Nidda nicht dem guten bis sehr guten ökologischen Zustand, wie ihn die EU-Wasserrahmenrichtlinie fordert. Ziel der Exkursion entlang der Nidda war es, den Wissensaustausch zwischen den Anwohnern und den Wissenschaftlern zu fördern. Zudem bot die Radtour den Teilnehmenden eine gute Gelegenheit, die im Forschungsprojekt entstandene App NiddaLand auszuprobieren, die es Nutzern ermöglicht Beobachtungen am Gewässer in eine interaktive Wissenslandkarte einzutragen. Die Veranstaltung fand im Rahmen der regionalen Aktions- und Erlebniswoche „Biologische Vielfalt erleben!“ statt. Organisiert wurde die Fahrradexkursion vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung gemeinsam mit der Abteilung für Ökotoxikologie der Universität Frankfurt und dem Büro für Gewässerökologie in Bad Vilbel.

ReWaM NiddaMan Fahrradtour Kolonne

Foto: Dr. Oliver Schulz, ISOE

Exkursion im Forschungsprojekt NiddaMan

Die Radtour startete um 14:30 Uhr mit ersten dunklen Wolken am Horizont. Der Tross machte an verschiedenen von den Wissenschaftlern vorab ausgewählten Standorten Halt. Hier war Zeit für lebhafte Diskussionen und Fragen an die Forscher. Die Wissenschaftler erklärten, dass die Nidda auf den ersten Blick, wie viele Bäche und Flüsse in Deutschland, sauber und idyllisch aussieht. Der Eindruck täusche jedoch: Im Zuge umfassender Regulierungsmaßnahmen in den 1920er und 1960er Jahren wurde die Nidda von ihren Auen und Nebenarmen abgetrennt und fast durchgängig in ein geradliniges Kanalbett ohne Böschungsbepflanzung mit mehreren Wehren überführt. Die Regulierung hatte vor allem das Ziel, den Fluss hochwasserfrei auszubauen. Dies führte zu negativen Auswirkungen auf das Ökosystem. Hinzu kamen Verschmutzungen aus Industrie, Landwirtschaft oder Haushalten. Die Folgen waren unter anderem ein Verlust an Artenvielfalt und eine schlechte Wasserqualität.

Die Teilnehmer der Nidda-Tour interessierten sich unter anderem für das Thema Abwasseraufbereitung. Insbesondere die Kosten der technischen Reinigung von Trinkwasser und Abwasser wurden angesprochen und technische Aufrüstungen (4. Reinigungsstufe an Kläranalagen) am Beispiel von Medikamentenrückständen debattiert. Ein weiteres Thema, dass die beteiligten BürgerInnen beschäftige, waren Ablauf und Umsetzung von Renaturierungsmaßnahmen an dem rund hundert Kilometer langen Fluss sowie deren Auswirkungen auf den lokalen Hochwasserschutz. Die Wissenschaftler betonten, dass bei Maßnahmen an Gewässern die Verbesserung des ökologischen Zustands und der Erhalt des Hochwasserschutzes stets zusammen gedacht und nicht ein Aspekt zu Gunsten des Anderen vernachlässigt würde. Dies sei aber nur einer von vielen, zum Teil nur schwer miteinander in Einklang zu bringenden Nutzungsansprüchen an Fließgewässern. In der Nidda treten vor allem im Mittel- und im Unterlauf Konflikte zwischen Ökologie und gesellschaftlicher Nutzung des Flusses auf. An diesem Punkt setzte das interdisziplinäre Verbundprojekt NiddaMan an: Am Beispiel der Nidda wollen die Forscher herausfinden, weshalb hier der „gute“ ökologische Zustand verfehlt wurde und wie die Funktion des Ökosystems verbessert werden kann. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines sektorübergreifenden webbasierten Informations- und Managementsystems (NiddaPro). Damit können zuständige Behörden und Einrichtungen vorab die Auswirkungen geplanter Maßnahmen an der Nidda auf die Umwelt simulieren und das Kosten-Nutzen-Verhältnis abschätzen.

Gegen 17:30 Uhr erreichten die Gruppe den Zielort Bad Vilbel. In einer Abschlussrunde hoben Forscher und Bürger hervor, dass die zukünftige Bewirtschaftung und Nutzung der Nidda nur im Dialog stattfinden könnten und alle Akteure offen für Kompromisse sein müssten. Nur so könne das gemeinsame Ziel erreicht werden, der Nidda wieder mehr Raum zur eigenständigen gesunden Entwicklung zu geben.

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24.05.2017

Praxistransferworkshop: Von der Erkenntnis zum Nutzer

Am 4. Mai diskutierten am GLS Campus in Berlin 51 Wasserexpertinnen und -experten aus den Bereichen Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft wie die Praxis in angewandten Forschungsvorhaben zu besser verwertbaren Ergebnissen gelangt. Insgesamt waren 14 der insgesamt 15 ReWaM-Verbundprojekte bei der Veranstaltung vertreten. Neben Akteuren aus ReWaM nahmen außerdem Delegierte von Landesministerien sowie der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) teil. Der Workshop fand im Rahmen des ReWaM-Querschnittsthemas 1 „Wissenstransfer und Praxistransfer“ statt und wurde von den beiden Sprechern der Arbeitsgruppe, Prof. Dr. Gabriele Gönnert und Dr.-Ing Friedrich-Wilhelm Bolle, gemeinsam mit dem Vernetzungs- und Transfervorhaben ReWaMnet organisiert und durchgeführt. Ziel der Veranstaltung war die Analyse geplanter oder bereits erfolgter Praxistransfer-Beispiele aus der laufenden ReWaM-Forschung sowie die Ausarbeitung von Checklisten, welche die Übertragung wissenschaftlicher Produkte in die jeweils relevante Zielgruppe unterstützen.

ReWaM Praxistransferworkshop BerlinZielgruppen erreichen – Ergebnisse wirkungsvoller umsetzen
Den Vormittag verbrachten die Workshop-TeilnehmerInnen in einer gemeinsamen Session: Nach einer kurzen Einführung in die Zielsetzung des Workshops durch die Sprecher erörterte Dr. Susanne Schön, Geschäftsführerin der inter 3 GmbH – Institut für Ressourcenmanagement, ein Konzept wie sich Ergebnisse aus Forschungsprojekten wirkungsvoller umsetzen lassen könnten. In ihrem Vortrag diskutierte sie Hemmnisse, die einer raschen Umsetzung von Lösungen in der Praxis häufig im Wege stünden: Neben einem mangelndem Austausch zwischen Forschungsprojekt und der Fachpolitik sieht Schön die ungenaue Einschätzung des Reifegrades der Lösungen am Ende der Projektlaufzeit als Haupthindernisgrund. In der zweiten Hälfte ihres Vortrags stellte die Geschäftsführerin den Solution Readiness Level (SRL) vor, einen Ansatz zur Bewertung des Reifegrades einer Lösung im sozio-technischen und sozial-ökologischen Kontext. Der SRL gibt auf einer Skala von eins bis neun den Reifegrad eines Forschungsergebnisses an. Der Index ist damit ein mögliches Instrument, um die Kommunikation zwischen Forschung und Praxis zu konkretisieren: So ließen sich bei einem bestimmten Reifegrad die nächsten Forschungsschritte unter Beteiligung der Zielgruppe, für die der Reifegrad relevant sein könnte, sehr viel zielgenauer formulieren. Dies erhöhe die Effizienz und Passgenauigkeit der Lösungsfindung, erklärt die Geschäftsführerin weiter. Den Einstiegsvortrag beendete Schön mit der Frage: „Was brauchen die Akteure jeweils voneinander, um einen guten Wissenstransfer in beide Richtungen zu gewährleisten?“.

Kommunikation ist Trumpf
Die Frage war Ausgangspunkt für lebhafte Diskussionen in Form von Kurzinterviews. Dazu setzten sich jeweils ein Praktiker und ein Wissenschaftler paarweise zusammen, mit dem Auftrag anhand von Leitfragen die Bedürfnisse und Anforderungen der Gegenseite besser verstehen zu lernen. Die VertreterInnen aus der wasserwirtschaftlichen Praxis hielten fest, dass der Mehrwert einer Erkenntnis aus einem Forschungsvorhaben klarer definiert und herausgestellt werden müsste. Als Lösung schlugen die PraktikerInnen vor, dass bereits bei der Planung und Entwicklung eines Forschungsprojekts die relevanten Gremien und Personen eingebunden werden müssten. Von der Wissenschaft wurden unter anderem die Aspekte „Wer ist AnsprechpartnerIn: Transparenz von Behörden, Strukturen und Abläufen“ genannt sowie der Wunsch nach einer „Konkretisierung der Wissenslücken von der Praxis und AnwenderInnen“ geäußert.

Kulturelle Barrieren beseitigen – Checklisten für den Wissenstransfer
Die zweite Hälfte des Workshops fand überwiegend in parallel stattfindenden Sessions statt. Dabei hatten die TeilnehmerInnen die Qual der Wahl und mussten sich zwischen drei Themen entscheiden: Bei der ersten Gruppe stand die Frage im Vordergrund, wie aus einem Forschungsergebnis ein nutzerfreundliches Produkt entsteht. Vorträge gab es zu den Produktkategorien Hardware, Software, Daten und Dienstleistungen. Im Rahmen der Session wurden erste Kriterien erarbeitet, die in die geplanten Checklisten eingingen: Am Ende eines Forschungsprojekts sollten beispielsweise die Fragen gestellt werden, ob sich ermittelte und tatsächliche Anforderungen des Kunden decken und ob das Produkt zu Vereinfachungen und Einsparungen bei der Aufgabenerfüllung führt?

Die zweite Gruppe diskutierte, wie sich Forschungsergebnisse in Regeln der Technik umsetzen und in normative Prozesse einbinden lassen. Schnittstellen zwischen Forschung und Anwendung sind Verbände, wie der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW), die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA), der Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) sowie die LAWA. Mit der Entwicklung von Regeln zur guten fachlichen Praxis stellen sie etablierte Verfahrensweisen für den Wissenstransfer in Politik und Anwendung bereit. Diese reichen von Verbandszeitschriften über Verbandstagungen bis hin zu Gremien, die, wie z.B. die der LAWA die Umsetzung von wasserbezogenen EU-Richtlinien mit Handlungsanleitungen auch wissenschaftlich begleiten.

Gruppe drei beschäftigte sich mit der Frage, wie Forschungsergebnisse zielgruppengenau kommuniziert werden können. In dieser Session ging es unter anderem darum, wie das richtige Format für die jeweilige Zielgruppe ausgewählt wird und wie außeruniversitäre Akteure am Prozess der Wissensgenerierung beteiligt werden können. Anhand des Beispiels einer App, in der Bürgerinnen und Bürger aktiv werden und z.B. Naturbeobachtungen eintragen können, diskutierten die TeilnehmerInnen geeignete Instrumente zur Beteiligung der Öffentlichkeit. Im Gespräch wurde deutlich, dass ein Kommunikationskanal zur Etablierung zwar oft Begleitmedien, wie z. B. Bürgerdialoge benötigt, dafür jedoch die Möglichkeit bietet, ausgewählte Zielgruppen, etwa Jugendliche, passgenau anzusprechen. Für die Kommunikation wissenschaftlicher Resultate in die Wasserbehörden wurde die Wichtigkeit einer möglichst frühen und kontinuierlichen Einbindung in den Projektkontext betont. Je größer die Schnittmenge zwischen Forschungsfrage und Wissenslücke in der Praxis, desto eher sei eine Beteiligung der Wissenschaft an Maßnahmen der Gewässerunterhaltung und –entwicklung zu gewährleisten.

Das Resultat dieses Tages besteht aus sogenannten Checklisten für einen guten Wissenstransfer zwischen Wasserforschung und verschiedenen Zielgruppen aus dem Bereich der Wasserpraxis – gemeinsam erarbeitet unter Berücksichtigung beider Perspektiven. Die Checklisten werden einem weiteren Review unterzogen und publik gemacht.

In der Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM) fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 15 Verbundprojekte sowie ein begleitendes Vernetzungs- und Transfervorhaben. Für die Projekte in ReWaM sind eine interdisziplinäre Vorgehensweise sowie ein enges Zusammenwirken von Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis charakteristisch. Um vorhandene Synergien zu nutzen und Potenziale auszuschöpfen, hat der ReWaM-Lenkungskreis unter anderem das Querschnittsthema „Wissenstransfer und Praxistransfer“ definiert.

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22.05.2017

Vier ReWaM-Projekte präsentieren Ergebnisse in der Mai-Ausgabe der KW

Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe (05/17) der Verbandszeitschrif Korrespondenz Wasserwirtschaft (KW) ist das Thema „Entwicklung urbaner Gewässer“. In der BMBF-Fördermaßnahme ReWaM beschäftigen sich eine Vielzahl der 15 beteiligten Verbundprojekte in unterschiedlicher Weise mit dem Management, der Erforschung und Weiterentwicklung siedlungsgeprägter Fließ- und Stillgewässer. Gleich vier ReWaM-Projekte sind in der Mai-Ausgabe vertreten und präsentieren Erkenntnisse und Lösungen rund um die wassersensitive Stadtentwicklung sowie Gewässerbewertung. Unter folgendem Link kann eine verkürzte Ausgabe der Ausgabe inklusive Editorial abgerufen werden.

KW Korrespondenz Wasserwirtschaft_Ausgabe 5 2017ReWaM-Fachbeiträge

Projekt GorundCare: Faunistische Grundwasserbewertung – Neue Verfahren und Möglichkeiten
Cornelia Spengler (Landau), Almut Gerhardt (Konstanz), Nora Rütz (Gießen),
Susanne van den Berg-Stein (Landau), Maria Avramov (München), Volkmar Walters,
Jürgen Marxsen (Gießen), Christian Griebler (München) und Hans Jürgen Hahn (Landau

Projekt CYAQUATA: Moderne Methoden im Gewässer Monitoring mit besonderem Schwerpunkt auf Cyanobakterien
Anne Hartmann, Henrike Beesk, Sandra Schneider, Kristin Zoschke, Lothar Paul, Karin Kuhn,
Michael Göttfert, Hilmar Börnick, Eckhard Worch und Kerstin Röske (Dresden)

Projekt KOGGE: GIS-Grundlagen einer integrierten Bewertung urbaner Gewässer und Feuchtgebiete am Beispiel der Hansestadt Rostock
Dietmar Mehl und Tim G. Hoffmann (Bützow)

Projekt StucK: Implementierung einer unter ökologischen und ökonomischen Aspekten verbesserten, küstennahen Binnenentwässerung
Heiko Westphal, Dieter Ackermann, Fred Hesser und Gabriele Gönnert (Hamburg)

 

Die Fördermaßnahme ReWaM
Wachsende Städte, Landnutzungsänderungen und der Klimawandel: Die Herausforderungen, vor denen die wasserwirtschaftliche Praxis steht, sind vielfältig. Um neue Konzepte für den Erhalt, die Nutzung und die Bewirtschaftung des Grund- und Oberflächenwassers zu erforschen und im Betriebsalltag verfügbar zu machen, finanziert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2015 mit einer Laufzeit von jeweils drei Jahren 15 Verbundprojekte sowie ein begleitendes Vernetzungs- und Transfervorhaben. ReWaM ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes NaWaM im Rahmenprogramm FONA3.

 

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12.05.2017

SEEZEICHEN: Untersuchung des Grundwasserzustroms am Ammersee

Logbucheintrag Nr. 19

Ein Teil des Projektes Seezeichen ist es eine Methoden-Toolbox zu entwickeln und anzuwenden, um Grundwasserzuströme in Seen nachzuweisen zu können. Schwerpunkt der Messkampagne am Ammersee ist es, die Übertragbarkeit der für den Bodensee entwickelten Toolbox auf andere Seen zu überprüfen.

Seit April 2017 beschäftigt sich Silvia Schultes, Master-Studentin im Fach Geoökologie der Universität Bayreuth, mit ihrer Masterarbeit zum Thema „Grundwasser-See Interaktion am Ammersee“. Die Messungen am Ammersee finden in Kooperation mit Thomas Büche, Lehrstuhl für Geographie und Landschaftsökologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und dem Institut für Seenforschung (LUBW) statt. Die LMU München betreibt eine Forschungsstation mit einem Boot direkt am Ammersee und stellt dieses für die Messungen zur Verfügung.

Die erste Messkampagne fand vom 11. bis 13. April 2017 statt. Am ersten Tag der Messkampagne wurde ein Track entlang des südlichen Ufers festgelegt und abgefahren. Mit einer Sprühkammer (siehe Bilder) wurde währenddessen eine kontinuierliche Radonmessung durchgeführt. Am zweiten Tag der Messkampagne wurden Wasserproben entlang des Tracks am Südufers genommen, welche auf Radon und weitere wasserchemische Parameter untersucht wurden. Am dritten Tag musste die Messkampagne wegen eines Sturms abgesagt werden. Im Sommer wird es eine zweite Messkampagne geben. Der Schwerpunkt wird dabei die Quantifizierung des Grundwasserzustroms sein. 

Autorin: Catharina Keim,  Universität Bayreuth

Wissenschaftler des Projekts SEEZEICHEN veröffentlichen regelmäßig Logbucheinträge, die beispielsweise im Rahmen von Probenahmen mit dem Forschungsschiff Kormoran entstehen. SEEZEICHEN ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme ReWaM.

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02.05.2017

NiddaMan: Mit dem Smartphone auf Fahrradtour

Die Aktionswoche „Biologische Vielfalt erleben!“ findet in diesem Jahr vom 19. bis zum 28. Mai statt. Zahlreiche Naturerlebnis- und Schutzorganisationen in Frankfurt und Umgebung bieten vielfältige Aktionen, Führungen und Vorträge an, bei denen Groß und Klein die Natur in und um Frankfurt erleben können. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger bietet das ReWaM-Projekt NiddaMan am Mittwoch, den 24 Mai, eine geführte Fahrradtour an. Die Tour veranstalten das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung Frankfurt, die Abteilung für Ökotoxikologie der Universität Frankfurt sowie das Büro für Gewässer-Ökologie in Bad Vilbel.

Auf der Fahrradtour entlang der Nidda bis Bad Vilbel-Gronau erläutern Wissenschaftler des NiddaMan Forschungsprojekts und der Gewässerökologe Gottfried Lehr an verschiedenen Haltepunkten, wie sich das Bild der Nidda in den letzten 100 Jahren gewandelt hat und was aus ökologischer Sicht noch zu tun ist. Auf der Tour können Interessierte mit der NiddaLand App eigene Beobachtungen ins Internet stellen. Die Veranstalter bitten darum, die App vorab zu installieren und ein Profil anzulegen.

Termin: Mittwoch, 24.05.2017, von 14:30 bis 17:30 Uhr
Treffpunkt: Straße vor dem Eingang zum Tower Café, Alter Flugplatz Bonames, Am Burghof 55
Kosten: Kostenfrei, Anmeldung erforderlich (Oliver Schulz schulz(at)isoe.de oder 069-707691949)
Hinweise: Tourenlänge ca. 15 km bis zum Ziel in Bad Vilbel-Gronau; Verpflegung ist selbst mitzubringen; die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung.

Weiterführende Informationen unter folgendem Link.

Das vom BMBF geförderte Projekt NiddaMan hat im Sommer 2015 seine Arbeit aufgenommen. Ziele des Projektes sind u.a. zu klären, welche Bedeutung Spurenstoffe (z.B. Arzneimittel, Pflanzenschutzmittel, Duftstoffe) für Fließgewässer haben, welche Effekte bei Wasserlebewesen beobachtet werden und wie geeignete Maßnahmen Einträge und Wirkungen effektiv reduzieren können. NiddaMan ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme ReWaM.

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