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08.08.2018

Ergebnisbroschüre und Positionspapier gibt es nun auch auf Englisch

Im Spannungsfeld zwischen Gewässernutzung und Gewässerschutz wurde in den 15 Projekten der Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM) seit 2015 geforscht. Die zentralen Erkenntnisse sind in einer Ergebnisbroschüre sowie in zwölf Positionen für Politik und Praxis zusammengefasst. Die in den jeweiligen Modellregionen erzielten Ergebnisse und die daraus abgeleiteten Empfehlungen für ein effizienteres Gewässermanagement sollen damit breite Anwendung finden. Besondere Bedeutung kommt diesen Erkenntnissen vor dem Hintergrund des aktuell europaweit durchgeführten Überprüfungsprozesses der WRRL zu. Damit auch das europäische Ausland von den Erkenntnissen profitiert, liegen die Broschüre sowie das Positionspapier nun auch in englischer Sprache vor.

Titelseite englischsprachige ReWaM-Ergebnisbroschüre Titelseite englischsprachiges ReWaM-Positionspapier
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07.08.2018

Strand gut. Alles gut. Abschlussveranstaltung HyMoBioStrategie

Am Mittwoch, den 17. Oktober 2018, lädt das Projektkonsortium HyMoBioStrategie an den Bodensee ins Kloster Hegne zur Projektabschlussveranstaltung. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf konkreten Innovationen und Empfehlungen aus HyMoBioStrategie für die wasserwirtschaftliche Praxis. Die Veranstaltung richtet sich an Behördenvertreter, Wissenschaftler, Praktiker und andere Wasserexperten. Um Anmeldung bis zum 12. September wird gebeten.

Der Hydrocrawler bei seiner offiziellen Jungfernfahrt auf dem Bodensee. © Fraunhofer IBMT; Foto: Christian Degel

Der Hydrocrawler bei seiner offiziellen Jungfernfahrt auf dem Bodensee. © Fraunhofer IBMT; Foto: Christian Degel

Weitere Informationen:

HyMoBioStrategie ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM). ReWaM ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

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06.08.2018

Summer School: Nachwuchswissenschaftler lernen am Beispiel NiddaMan

Vom 29. Juli bis zum 3. August lud das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) Nachwuchswissenschaftler zu einer internationalen Summer School ein. Der Kurs fand am Forschungskolleg Humanwissenschaften in Bad Homburg sowie in Frankfurt am Main statt. Ziel der sechstägigen Veranstaltung war es, Wege aufzuzeigen, wie sich der transdisziplinäre Forschungsansatz in der Praxis gestalten und umsetzen lässt. Als Praxisbeispiel diente das ReWaM-Projekt NiddaMan in dem in den vergangenen drei Jahren ein nachhaltiges Wasserressourcen-Management am Beispiel des Einzugsgebiets der Nidda entwickelt wurde. Der NiddaMan-Projektleiter Jörg Oehlmann schilderte den Teilhnehmern aus erster Hand, welche Methoden eingesetzt wurden, um gemeinsam mit allen relevanten Akteure an der Nidda Lösungen zu erarbeiten. Ein Höhepunkt der Summer School war eine Exkursion an die Nidda inklusive Befahrung des Flusses mit dem Kanu.

Nachwuchsförderung – Teilnehmende von fünf Kontinenten vertreten
Der Einladung des ISOE folgten 30 Teilnehmer. Die jungen Wissenschaftler stammen aus Australien, Brasilien, Chile, Ecuador, Indien, Kolumbien, Marokko, Mexiko, Nigeria, Ruanda, der Schweiz und aus Deutschland. Nicht nur geographisch sondern auch fachlich decken die Nachwuchswissenschaftler ein breites Spektrum ab: Disziplinen wie Stadtplanung und Architektur, waren ebenso vertreten wie Politik, Ökonomie und Recht sowie Umweltwissenschaften, Biologie, Chemie, Ökotoxikologie, Geographie und Ingenieurswissenschaften.

Weitere Informationen zur Summer School unter www.brilliantminds2018.com

Das Projekt NiddaMan ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM). ReWaM ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

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16.07.2018

Naturnahe Bewirtschaftung von Regenwasser: WaSiG veröffentlicht Leitfaden

Für den Umgang mit Regenwasser in der Stadt gibt es eine umweltfreundlichere Alternative zur Ableitung in die Kanalisation: Das Wasser kann in den Boden versickern oder auf Gründächern zurückgehalten werden und verdunsten. Um Akteure in der Wasserwirtschaft und der Stadtplanung bei der Umsetzung von Maßnahmen für eine naturnahe Regenwasserbewirtschaftung zu unterstützen haben die Wissenschaftler des ReWaM-Verbundprojekts WaSiG die Ergebnisse der rund dreijährigen Forschungstätigkeit in Handlungsempfehlungen übersetzt. Der Leitfaden kann kostenfrei unter folgendem Link heruntergeladen werden.

Titelseite_Leitfaden WaSiGEinleitend erläutern die Autoren in dem Leitfaden die Vorteile der naturnahen gegenüber der konventionellen Regenwasserbewirtschaftung. Im Fokus des Leitfadens steht die Analyse von Planungsprozessen von Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen mehrerer deutscher Großstädte. Darüber hinaus zeigen die Wissenschaftler Problem- und Konfliktfelder im Ablauf von Planungsprozessen auf und benennen Erfolgsfaktoren um diese zu überwinden. Des Weiteren wird im Leitfaden auf die Akzeptanz von naturnahen Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen bei den Anwohner*innen eingegangen und Beispiele von besonders gelungenen Maßnahmen vorgestellt.

Das Projekt WaSiG ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM). ReWaM ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

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12.07.2018

Rätselhafte Steinhügel im Bodensee – Entwicklung in HyMoBioStrategie unterstützt Forschungsarbeiten

Auf der Schweizer Seite des Bodensees liegen in knapp fünf Metern Tiefe mehr als 100 Steinhügel. Entdeckt wurden die großvolumigen „Hügeli“ vor etwa drei Jahren in dem von der EU geförderten Forschungsprojekt der IGKB „Tiefenschärfe“. Seitdem rätseln Geologen, Archäologen und Vertreter anderer Wissenschaftsdisziplinen, wer oder was zehntausende Kubikmeter Gestein aufgetürmt hat. Wellen und Strömungen des Bodensees schieden früh als Ursache aus. Aktuelle Untersuchungen bestätigten nun die Vermutung, dass die Hügel höchstwahrscheinlich von Menschen aufgeschüttet wurden.

Bild: LUBW

Bild: LUBW

Unterwasser-Georadar mit neuen Aufgaben
Ende April diesen Jahres leistete die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) mit dem Forschungsschiff „Kormoran“ Unterstützung bei der Untersuchung der „Steinhaufen“ im Kanton Thurgau. Zum Einsatz kam ein im ReWaM-Projekt HyMoBioStrategie entwickeltes Unterwasser-Georadar. Das Messsystem entstand an der TU Darmstadt und wurde gemeinsam mit dem Institut für Seenforschung der LUBW zum Prototypen weiterentwickelt.

Um das Rätsel um die Entstehung der Haufen zu lösen, zog die „Kormoran“ den wasserdichten Messschlitten über den Seegrund. Dabei erfassten hochfrequente elektromagnetische Impulse den Untergrund rund um die Steinhügel. So entstanden umfangreiche Aufnahmen des Seegrunds in der Flachwasserzone. Anhand der Bilder erhielten die Forscher Erkenntnisse über interne Sedimentstrukturen der Flachwasserzone. Es zeigte sich klar, dass die Steine der „Hügeli“ sich deutlich über der eiszeitlichen Moräne befinden. Somit konnten die Hügel nicht durch den Gletscher an ihren heutigen Platz bewegt worden sein. Daraus folgerten die Wissenschaftler, dass es sich bei den Steinen um menschengemachte Strukturen handeln muss. Im kommenden Winter wollen Archäologen einen der Steinhügel ausgraben und genauer untersuchen. Weitere Informationen zu den Forschungsarbeiten rund um die Steinstrukturen im Bodensee sind unter folgendem Link verfügbar.

Neue Werkzeuge für Wissenschaft und Praxis
Das Unterwasser-Georadar ist nur eines von vielen Ergebnissen aus dem ReWaM-Projekt HyMoBioStrategie. Daneben entwickelten die Wissenschaftler unter Anderem neue Techniken zur Messung des partikulären Suspensions- und Sohltransports, des Erosions- bzw. Akkumulationsverhaltens von Decksedimentes (z. B. Geröll- und Kiestracer) sowie akustische Verfahren (z. B. ein besonders hochfrequentes Fächerecholot). Zudem entstand im Verbundprojekt der sogenannte HydroCrawler. Dabei handelt es sich um ein hochgenaues und autonom arbeitendes Messsystem zur hochauflösenden, flächendeckenden Vermessung der Seebodentopographie und Sedimentstratigraphie. Das System eignet sich darüber hinaus zur Inspektion von Dämmen und Spundwänden oder kann bei der Suche nach Vermissten eingesetzt werden.

Übergeordnetes Ziel des Verbundprojekts sind die Untersuchung und Bewertung von anthropogenen, hydromorphologischen Veränderungen in der Uferzone von Seen im Sinne der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie sowie die Entwicklung uferbezogener Maßnahmenprogramme für eine nachhaltige Ufergestaltung und Renaturierung.

HyMoBioStrategie ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM). ReWaM ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3).

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